Simon Danner (l.) und Anthony Rech (r.) jubeln in der Qualifikation für die Play-offs gegen die Grizzlys Wolfsburg. Am Ende sollte es allerdings nicht fürs Weiterkommen reichen. (Foto: SWR)

Eishockey | Schwenninger Wild Wings Mit harter Arbeit in die Play-offs

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Die Schwenninger Wild Wings blicken auf die beste Saison seit der DEL-Rückkehr 2013 zurück. In der neuen Spielzeit möchte das Team von Pat Cortina den Vorjahres-Erfolg wiederholen.

So lief die vergangene Saison

Zum ersten Mal seit der DEL-Rückkehr 2013 schafften es die Schwenninger Wild Wings in der vergangenen Saison unter die besten Zehn. Gegen die Grizzlys Wolfsburg folgte in der Qualifikation für die Play-offs zwar das schnelle Aus in zwei Spielen. Trotzdem kann man in Schwenningen mit dem letztjährigen Abschneiden sehr zufrieden sein. Denn es scheint, als hätte sich die Mannschaft seit 2013 stetig weiterentwickelt. Der Positivtrend soll in der neuen Saison fortgesetzt werden.

Die Schwenninger Wild Wings bedanken sich nach der verlorenen Play-off-Qualifikation gegen die Grizzlys Wolfsburg bei ihren Fans. (Foto: SWR, Michael Täger)
Die Schwenninger Wild Wings bedanken sich nach der verlorenen Play-off-Qualifikation gegen die Grizzlys Wolfsburg bei ihrer Fans. Michael Täger

Wer kommt, wer geht?

Die Wild Wings haben mit Will Acton – 18 Tore und 30 Vorlagen in 51 Spielen – ihren Top-Scorer und Star-Spieler an die Nürnberg Ice Tigers verloren: Ein herber Verlust für die schwächste Offensive der Saison 2017/18. Auch Jung-Nationalspieler Tim Bender entschied sich für einen Wechsel zum Ligakonkurrenten aus Bayern. Darüber hinaus ist der Franzose Damien Fleury in seine Heimat nach Grenoble zurückgekehrt.

Die klaffende Lücke, die Acton auf der Center-Position hinterlassen hat, soll der vom zweimaligen finnischen Meister Ässät Pori gekommene Philip McRae zumindest annähernd ausfüllen. Außerdem geht der junge Lette Rihards Bukarts, der zuletzt als Nachverpflichtung der Eisbären Berlin in den Play-offs auf sich aufmerksam machte, in seine erste DEL-Saison für Schwenningen. Der 31-jährige Zwei-Wege-Stürmer Ville Korhonen erweitert das finnische Lager der Wild Wings auf insgesamt vier Spieler – zuzüglich Co-Trainer Petteri Väkiparta und Torhüter-Trainer Ilpo Kauhanen. 

Trainer

Seit 2016 gibt Pat Cortina den Ton im Team vom Neckarursprung an. Seitdem hat es der 54-jährige Ex-Bundestrainer geschafft, die Wild Wings stetig weiterzuentwickeln und führte sie nach 22 Jahren Abstinenz zurück in die Qualifikation für die Play-offs. Seine gute Arbeit möchte der Kanadier in der kommenden Saison fortsetzen. Dabei steht ihm ein Team zur Verfügung, das in den letzten Jahren vor allem durch Eingespieltheit und Stabilität in der Defensive zu überzeugen wusste.

Seit 2016 leitet Ex-Bundestrainer Pat Cortina die Geschicke bei den Schwenninger Wild Wings. (Foto: SWR, Eibner)
Seit 2016 leitet Ex-Bundestrainer Pat Cortina die Geschicke bei den Wild Wings. Eibner

Erwartungen an die kommende Saison

Wild-Wings-Manager Jürgen Rumrich ist es gelungen, den bislang erfolgreichsten Kader seiner Amtszeit weitestgehend zusammenzuhalten. Die drittbeste Defensive der DEL 2017/18 (nach München und Nürnberg) blieb den Wild Wings, mit Ausnahme von Talent Tim Bender, erhalten. Allerdings verloren die Wild Wings mit Will Acton ihren Top-Scorer, der wohl nicht eins-zu-eins ersetzt werden kann. Wenn die Neuzugänge McRae, Bukarts und Korhonen die in sie gesteckten Erwartungen aber erfüllen, könnte das Vorjahres-Ergebnis durchaus wiederholt und vielleicht sogar übertroffen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wartet auf die Schwenninger Wild Wings – wie schon in den Jahren zuvor – aber vor allem eins: harte Arbeit.

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