Neuzugang Christopher Fischer will mit den Schwenninger Wild Wings die Playoffs einziehen (Foto: Imago, imago images / Geisser)

Eishockey | Schwenninger Wild Wings Teamcheck: Großer Aufbruch bei den Wild Wings

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Die Schwenninger Wild Wings haben eine enttäuschende Saison hinter sich. Damit sich dies nicht wiederholt, will Chefcoach Paul Thompson mit einer runderneuerten Mannschaft wieder in die Playoffs.

So lief die vergangene Saison

Die vergangene Saison war eine riesige Enttäuschung. Die Schwenninger Wild Wings mussten ohne ihren Topscorer Will Acton auskommen. Zudem musste das Team viele Verletzte verkraften. "Der Plan, verloren gegangene Qualität mit dem Kollektiv aufzufangen, hat nicht funktioniert", sagt Team-Manager Jürgen Rumrich. Den Saison-Start hatten die Schwenninger Wild Wings völlig in den Sand gesetzt. Nach nur sieben Punkten aus den ersten 15 Spielen musste Trainer Pat Cortina gehen. Zwar konnte der Brite Paul Thompson noch einmal für Schwung sorgen - besonders die Offensive profitierte vom neuen Trainer - den Rückstand auf die Playoff-Plätze konnten die Wild Wings jedoch nicht mehr aufholen. Der letzte Tabellenplatz sorgte für reichlich Kater-Stimmung in Schwenningen. Doch Neuzugang Christopher Fischer ist optimistisch, dass diese Saison alles besser wird.

Wer kommt, wer geht?

Der Kater ist mittlerweile einer neuen Euphorie gewichen. Denn die Wild Wings haben den Umbruch gewagt. 13 Spieler haben den Verein verlassen, 15 neue sind gekommen. Und weil mehrere Sponsoren bereit waren, mehr Geld in den Klub zu stecken, um den Kader zu verstärken, konnte Jürgen Rumrich in diesem Jahr sogar Hochkaräter wie Jamie MacQueen (vergangenes Jahr Top-Torjäger der Eisbären Berlin) oder NHL-Raubein Mark Fraser (219 Spiele für die Toronto Maple Leafs, Edmonton Oilers und New Jersey Devils) verpflichten. Die beiden sind vermutlich die Königstransfers für den dringend benötigten Umbruch.

Freilich mussten die Wild Wings auch wichtige Spieler gehen lassen. Anthony Rech (jetzt Grizzlys Wolfsburg), Mirko Höfflin (ERC Ingolstadt) und Andrée Hult (Leksands IF) gehörten vergangene Saison zu den besten Torjägern der Wild Wings. Auch Verteidiger Dominik Bittner (Grizzlys Wolfsburg) dürfte den Wild Wings fehlen. Insgesamt scheinen die Wild Wings aber mehr Qualität hinzugewonnen als eingebüßt zu haben.

Der Trainer

Mit Paul Thompson kam der Aufschwung. Den will der 51-Jährige nutzen, um in dieser Saison wieder um die Playoff-Plätze mitzuspielen. Im Gegensatz zu Vorgänger Pat Cortina setzt Thompson auf offensives Eishockey. Die Wild Wings wollen schnell und hart agieren, um mit dieser Wucht Torchancen zu kreieren.

Erwartungen an die kommende Spielzeit

Es tut sich was im beschaulichen Schwenningen. Jürgen Rumrich hat den runderneuerten Kader vielversprechend zusammengestellt. Zudem konnte er mit Towart Dustin Strahlmeier und Stürmer Simon Danner wichtige Stützen der vergangenen Jahre halten. Dass Playoff-Eishockey in Schwenningen grundsätzlich möglich ist, haben die Wild Wings bereits in der Saison 2017/18 bewiesen, als plötzlich fast alles funktionierte. Und die Playoffs sind auch diese Saison der Anspruch der Wild Wings.

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