Ruslan Iskhakov (Adler Mannheim) (Foto: imago images, Imago)

Eishockey | DEL

Endlich wieder da: Mannheims russisches Top-Talent Iskhakov feiert Comeback

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Lange mussten die Adler Mannheim auf diesen Moment warten. Rechtzeitig zu Weihnachten konnte Neuzugang Ruslan Iskhakov nach mehr als vierteljähriger Verletzungspause gegen Düsseldorf endlich wieder aufs Eis.

Er spürte die Großartigkeit des Augenblicks. Endlich wieder in der Arena, endlich wieder im Trikot der Adler Mannheim, endlich wieder das frische Eis unter den Kufen. "I feel great", sagte Ruslan Iskhakov nach dem Spiel am Freitagabend gegen die Düsseldorfer EG auf Englisch und freute sich über sein "erstes Tor und den aufregenden Moment nach der langen Auszeit".

Endlich. Der 21-Jährige Russe feierte sein Comeback in der DEL. Nach endlos langer Verletzungspause war er endlich wieder im Wettkampf-Modus. Bereits am 10. September, gleich zu Saisonbeginn, im ersten Spiel gegen Straubing, hatte sich der hochtalentierte Neuzugang, einer der großen Hoffnungsträger der Mannheimer, am Fuß verletzt. Drei bis vier Wochen, so hieß es zunächst, müssten die Adler auf den Stürmer verzichten. Doch dann zog sich die Heilung deutlich länger. Erst mehr als ein Vierteljahr später konnte und durfte Ruslan Iskhakov wieder zeigen, was er alles drauf hat.

Ein Tor und eine Vorlage beim Comeback

Und das war schon gleich wieder eine ganze Menge. Beim souveränen 4:1 im Klassiker gegen Düsseldorf führte Ruslan Iskhakov die vierte Sturmreihe der Mannheimer an, schoss in feinem Stil das zwischenzeitliche 2:0 selbst, nachdem er DEG-Keeper Pantkowski famos ausgetanzt hatte, und bereitete das 3:0 von Moritz Wirth mit vor. Ein prima Comeback nach so langer Abwesenheit: "Körperlich ist er schon wieder bei 100 Prozent", freute sich Adler-Coach Pavel Gross nach Spielende, "Ruslan muss jetzt wieder ins Spiel reinkommen. Er ist ein guter Läufer und muss jetzt in den verschiedenen Räumen die Beine bewegen. Wir wissen, dass er als Spielmacher viel mit der Scheibe machen kann." Adler-Meistermacher Gross, früher auch als Stürmer dreimaliger Champion mit Mannheim und ebenfalls ein begnadeter Spielgestalter, freute sich "riesig, dass er gleich im ersten Spiel ein Tor geschossen hat".

Über Russland, die USA und Finnland nach Mannheim

Die Verpflichtung von Ruslan Iskhakov vor der Saison war eine große Überraschung für die ganze Liga und insbesondere für die vielen Fans der Adler, denn junge russische Top-Talente wechseln nur selten in die DEL. Der kleine, wuselige und technisch perfekte Angreifer stammt aus Moskau, verbrachte zuletzt zwei Jahre in einer nordamerikanischen Juniorenliga und sammelte vergangene Saison in Turku (Finnland) erste Erfahrungen als Profi. Mit 38 Scorerpunkten in 54 Spielen setzte der russische U18-Nationalspieler in der starken finnischen Liga als 20-Jähriger gleich deutliche Ausrufezeichen, ehe er im Sommer nach Mannheim wechselte.

Pavel Gross: "Schade, dass wir ihn 30 Spiele nicht gesehen haben"

Jetzt also soll der russische Wirbelwind mit dreieinhalbmonatiger Verspätung den Adlern zum nächsten Höhenflug verhelfen. Immerhin: Das 4:1 gegen die DEG war der dritte Mannheimer Sieg in Serie und ein überzeugender noch dazu. Den Satz des Abends zum sehnlich erwarteten Comeback von Ruslan Skhakov prägte schließlich Trainer Pavel Gross: "Er ist ein guter Spieler, ein Riesen-Talent. Schade, dass wir ihn 30 Spiele nicht gesehen haben." Dem ist nichts hinzuzufügen.

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