STAND
REDAKTEUR/IN

Die Coronakrise lässt den Sport ruhen - und die Unsicherheit über die Zukunft ist groß. Auch bei den Adlern Mannheim. Selbst die finanzstarken Kurpfälzer spüren die Folgen der Coronavirus-Krise - die sich auch auf die Personalplanungen auswirken.

Mit einem Transferstopp reagiert Eishockey-Topklub Adler Mannheim auf die Folgen der Coronavirus-Krise. "Wir können momentan aus wirtschaftlicher Vorsicht heraus keine Verträge unterschreiben", sagte Adler-Gesellschafter Daniel Hopp dem "Mannheimer Morgen: "Wir leben mit einer gewissen Unsicherheit und müssen deswegen als umsichtige Kaufleute sagen, dass wir in diesem Bereich so lange nichts machen, bis wir wissen, wohin die Reise geht."

Bislang drei Neuzugänge

Für die Mannheimer bleibt es vorerst bei den drei Neuzugängen Stefan Loibl, Felix Brückmann und Jason Bast. Der Transfer von Bast von den Kölner Haien zu den Adlern war erst am Freitag perfekt geworden. Der Deutsch-Kanadier befindet sich derzeit in seiner kanadischen Heimat Regina in Quarantäne - als verpflichtende Vorsichtsmaßnahme.

Hopp: "Das reißt zusätzliche Löcher in die Kassen"

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie seien derzeit für die gesamte Deutsche Eishockey-Liga (DEL) heftig zu spüren, sagte der 39-jährige Hopp: "Es reißt zusätzliche Löcher in die Kassen, dass bislang kein neuer Liga-Hauptsponsor gefunden ist und die Beiträge für die Berufsgenossenschaft steigen."

Zudem sei derzeit nicht einmal absehbar, ob die kommende Saison wie geplant im September beginnen könne. Die Spielzeit 2019/20 war vorzeitig abgebrochen worden.

Hopp: "Schauen auf Sommer und Herbst"

Unklar sei momentan auch, wann die SAP-Arena als Heimstätte der Adler und der Handballer der Rhein-Neckar Löwen wieder für Großveranstaltungen genutzt werden kann. "Was Terminverschiebungen angeht, lassen wir den Juni erst einmal außen vor und schauen stattdessen in den Sommer und Herbst", sagte Hopp.

Vorerst bis zum 15. Juni sind in Baden-Württemberg Veranstaltungen und Zusammenkünfte untersagt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

STAND
REDAKTEUR/IN