Matthias Plachta von den Adler Mannheim winkt im Playoff-Halbfinale gegen die Eisbären Berlin einem Fan hinter der Bande zu. (Foto: imago images, IMAGO / Eibner)

Eishockey | DEL

Adler Mannheim mutieren zu Playoff-Monstern

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Die Adler Mannheim haben sich in den Playoffs der DEL ein fünftes und entscheidendes Duell gegen die Eisbären Berlin erkämpft.

Das Momentum scheint gekippt, eine der größten Aufholjagden der DEL-Geschichte ist möglich: Mit beeindruckender Nervenstärke und unbändigem Willen haben die Adler Mannheim im Playoff-Halbfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft gegen Titelverteidiger Eisbären Berlin ein fünftes und entscheidendes Spiel erzwungen. Doch die Kurpfälzer wollen mehr. Siegtorschütze Markus Eisenschmid sprach bereits nach dem 4:3-Erfolg am Dienstagabend von einem Alles-oder-nichts-Spiel: "Genauso wie es das letzte war und wie es das nächste sein wird."

Der große Showdown um das Finalticket steigt am Donnerstag (19:30 Uhr) in der Berliner Arena am Ostbahnhof. Matthias Plachta, der gegen die Eisbären seinen 336. Scorerpunkt holte und damit einen Mannheimer Clubrekord aufstellte, erklärte: "Es gibt keine Vorteile in Spiel fünf. Für mich ist es immer ein großes Halligalli." Auf den Sieger wartet in der Endspielserie der EHC Red Bull München.

Adler haben sich in den Playoffs gesteigert

Red Bull München muss auf seinen Gegner noch ein bisschen warten. Psychologisch sind die Mannheimer im Vorteil. Sie haben die Best-of-five-Serie nach einem 0:2-Rückstand ausgeglichen, während die Eisbären nach zwei vergebenen Matchbällen ins Grübeln geraten sind. "Für uns ist es an der Zeit, die Batterien aufzuladen", sagte Berlins Trainer Serge Aubin, der von Verunsicherung in seinem Team nichts spürte: "Wir sind für den Moment bereit."

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Allerdings zeigte der Hauptrunden-Gewinner in Spiel vier ein paar mehr Unkonzentriertheiten wie den Wechselfehler, der zu einem Gegentor führte. "Wenn wir diese Fehler nicht machen", meinte Verteidiger Jonas Müller, "dann sieht es für uns auf jeden Fall besser aus." Doch auf der Gegenseite haben sich die Adler in der Halbfinalserie zu wahren "Playoff-Monstern" entwickelt.

Adler plötzlich ohne Angst

Er habe die Angst aus der Kabine verbannt, verriet Trainer Bill Stewart: "Wir haben es im Team diskutiert." Negative Gedanken stünden auf dem Index, denn nur mit purem Optimismus und Vertrauen in die eigene Stärke könne man den DEL-Rekordmeister stürzen, so Stewart. "Wenn du ein Champion bist, ist es etwas anderes als wenn du ein Team bist, das versucht, ein Champion zu werden", veranschaulichte der Adler-Coach, der die Mannschaft erst im März von Pavel Gross übernommen hatte.

Die Berliner um den achtmaligen Meister Frank Hördler wüssten, "wie man Titel gewinnt. Wenn sie den Druck erhöhen, dann solltest du es aushalten können - oder du verlierst." Der Kampf ums Finale wird also zur Nervenspiel, denn spielerisch war auch vor 11.512 Zuschauern in der Mannheimer Arena kaum ein Qualitäts-Unterschied zu erkennen. "Das ist ein richtiger Wettkampf da draußen", meinte Aubin anerkennend, und auch Stewart schwärmte: "Was beide Mannschaften abliefern, ist großartig für die Liga."

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