Marcus Kink will mir den Adlern Mannheim erneut Deutscher Meister werden (Foto: Imago, EIBNER/Sven Laegler)

Eishockey | Adler Mannheim Die Adler Mannheim träumen von langen Bärten

Der Viertelfinal-Gegner der Adler Mannheim steht noch nicht fest. Doch schon jetzt ist die Playoff-Euphorie in Mannheim riesig - auch bei Kapitän Marcus Kink.

Wer rasiert, verliert. Die Adler Mannheim kennen diese uralte Playoff-Regel. Darum hat Kapitän Marcus Kink seinen Rasierer auch schon aussortiert. "Jetzt wird nicht mehr rasiert", sagt der Flügelspieler, der die Hauptrunde mit drei Toren und sieben Vorlagen abgeschlossen hat. Und die Adler haben in diesem Jahr Lust auf richtig lange Bärte.

Kink ist mit mehr als 800 Hauptrunden-Spielen einer der erfahrensten DEL-Cracks überhaupt. Doch noch immer freut sich der 34-Jährige auf die Playoffs: "Das ist jedes Mal wieder ein Supergefühl. Man arbeitet das ganze Jahr ziemlich hart und versucht sich in die beste Ausgangsposition zu bringen. Auch individuell versucht man körperlich in Top-Verfassung zu sein. Von daher kann ich kaum erwarten, dass endlich Mittwoch ist."

Die Adler wollen München vom Thron stoßen

Die Adler Mannheim sind in Rekordlaune. Noch nie hat eine Mannschaft in der DEL-Geschichte so eine überzeugende Hinrunde gespielt. Mit 116 Punkten zogen sie in die DEL-Playoffs ein, wo sie ab Mittwoch in mindestens vier Spielen entweder auf die Nürnberg Ice Tigers, die Eisbären Berlin oder - falls beide in den Pre-Playoffs ausscheiden - die Straubing Tigers treffen.

Das Ziel ist klar: Mannheim will den EHC München endlich vom DEL-Thron stoßen und sich erstmals seit 2015 wieder Deutscher Meister werden. Doch wie heißt es so schön: Mit den Playoffs beginnt die Saison wieder bei null. Denn alle Rekorde sind vergessen, wenn das Team von Trainer Pavel Gross bereits im Viertelfinale rausfliegt.

Gute Bilanz gegen Nürnberg und Straubing

Rein statistisch dürften die Adler in den Pre-Playoffs eher den beiden Tigern die Daumen drücken. Viermal mussten die Adler gegen Nürnberg antreten, viermal gingen die Adler als Sieger vom Eis. Auch gegen Straubing hat Mannheim drei von vier Spielen deutlich gewonnen - und bei der einzigen Niederlage gegen die Tigers ging es bis ins Penaltyschießen. Nur gegen die Eisbären Berlin haben die Adler gleich zweimal verloren. Allerdings feierten sie beim 7:0 im Januar auch ihren hächsten Saison-Sieg.

Die Adler Mannheim sind aufgrund ihrer starken Vorrunde automatisch Favorit. Kink sieht das jedoch völlig anderes: "Für mich ist München die Mannschaft, die es zu schlagen gilt. Die haben zuletzt dreimal souverän den Titel geholt. Für mich sind sie auch dieses Jahr der Favorit." Für das Viertelfinale ist es ihm jedoch völlig egal, gegen wen er ab Mittwoch antreten muss: "Wir müssen uns vor keiner Mannschaft verstecken."

Adler-Mannheim-Verteidiger Cody Lampl musste gegen die Kölner Haie verletzt das Eis verlassen (Foto: Imago, imago images / masterpress)
Adler-Mannheim-Verteidiger Cody Lampl musste gegen die Kölner Haie verletzt das Eis verlassen Imago imago images / masterpress

Cody Lampl wird in den Playoffs zunächst nicht mithelfen können. Der US-Amerikaner mit deutschem Pass verletzte sich im letzten Hauptrundenspiel gegen die Kölner Haie an der Schulter und fällt vermutlich drei bis fünf Wochen aus.

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