Die Adler Mannheim sind auch im Finale Favorit (Foto: Imago, imago images / HMB-Media)

Eishockey | Adler Mannheim Können die Adler Mannheim den Meister vom Thron stürzen?

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Die Adler Mannheim müssen am Donnerstagabend im ersten Finale der DEL-Playoffs gegen Red Bull München antreten. Vor dem Duell spricht alles für die Adler. Doch die sind vorsichtig.

Beim Eishockey heißt es immer, die Saison startet mit den Playoffs wieder bei null. Für die Adler Mannheim scheint die Regel in diesem Jahr jedoch außer Kraft gesetzt. Denn nach der Rekord-Hauptrunde mit 116 Punkten hat das Team von Trainer Pavel Gross auch in den Playoffs gezeigt, wer in der DEL aktuell den Ton angibt: 4:1 im Viertelfinale gegen die Nürnberg Ice Tigers und 4:0 im Halbfinale gegen die Kölner Haie hieß es am Ende aus Sicht der Mannheimer.

Lange mussten die Adler auf ihren Final-Gegner warten, denn Red Bull München konnten sich erst am Dienstagabend im siebten Spiel der Best-of-seven-Serie mit 2:0 (1:0, 1:0, 0:0) gegen die Augsburger Panther durchsetzen. Doch für die Mannheimer soll München ohnehin nur die letzte Hürde auf dem Weg zum Titel sein. Auch wenn Kapitän Marcus Kink das abstreitet.

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Alle Statistiken sprechen für Adler

Fast alle Statistiken sprechen für die Adler. Sie haben mit Mark Katic (12 Punkte - 4 Tore, 8 Vorlagen) den besten Scorer im Wettbewerb, mit Markus Eisenschmid und Andrew Desjardins (jeweils 7 Tore) die erfolgreichsten Torschützen der Playoffs und mit Dennis Endras (1,76 Gegentore pro Spiel, zweimal ohne Gegentor) auch den besten Torhüter der K.o.-Serie. Nach der Kritik, die Endras insbesondere zu Beginn der Saison und nach seiner Verletzung zu Beginn des Jahres einstecken musste, sind die guten Playoff-Leistungen für ihn eine Genugtuung - oder?

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Riesige Euphorie bei den Adler-Fans

Die Adler-Fans sehnen sich nach dem Titel; die Euphorie ist riesig. Die ersten beiden Heimspiele sind bereits ausverkauft. Als der Vorverkauf für die ersten Auswärtsspiele begann, warteten die hartgesottensten Fans im Zelt vor der Geschäftsstelle.

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Die Adler Mannheim konnten sich nach dem Durchmarsch gegen den KEC neun Tage erholen. München kommt von einer harten Playoff-Serie in die nächste. Das heißt, der Gegner hat weniger Pause, ist aber im Rhythmus. Die Adler wollten sich jedoch nicht festlegen, ob das eher ihnen oder dem Gegner in die Karten spielt.

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Die Adler suchen Lockerheit und Konzentration

Coach Gross freut sich über die Pause: "Die haben wir uns hart erarbeitet." Und warnt: "Wer glaubt, dass wir am Donnerstag auf müde Gegner treffen, der liegt definitiv falsch."

Die Adler erwarten eine lange und harte Final-Serie. Darum hat der 50-Jährige, der schon als Spieler dreimal in Folge mit Mannheim Deutscher Meister wurde, das Training angepasst und vermehrt auf den Spieltrieb seiner Jungs gesetzt. Das Ergebnis: gelöste Stimmung unter der Woche und eine umso konzentriertere Truppe, als Gross das Training im Endspurt wieder anzog. Lockerheit und Konzentration - beides werden die Adler Mannheim brauchen, wenn sie ihren achten Titel in die Kurpfalz holen wollen. Auch, wenn sie als Favorit ins Rennen gehen.

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