Pavel Gross, Trainer Adler Mannheim (Foto: Imago, imago)

Eishockey | Adler Mannheim Adler-Trainer Gross attackiert DEL

Die Adler Mannheim haben einen spektakulären Sieg gegen die Fischtown Pinguins geholt und stellten einen 16 Jahre alten DEL-Rekord ein. Trainer Pavel Gross hat danach scharfe Kritik an der Kommunikationspolitik in der Deutsche Eishockey Liga geübt.

Es war ein nervenaufreibender Abend für die Adler Mannheim. Und Andrew Desjardins war mit seinem Hattrick (9., 43. & 59.) beim 6:5-Sieg gegen die Fischtown Pinguins der Mann des Abends. Die übrigen Tore schossen Luke Adam (10.), Garrett Festerling (17.) und Mark Katic (39.) für die Adler. Dominik Uher (10.), Brock Hooton (11.), Mark Zengerle (30.), Corey Quirk (37.) und Patrick Joseph Alber (51.) trafen für die Gäste aus Bremerhaven.

Trainer Pavel Gross vom DEL-Tabellenführer Adler Mannheim hat im Anschluss an das 6:5 gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven scharfe Kritik an der Kommunikationspolitik in der Deutsche Eishockey Liga geübt. "Es ist alles verboten hier in der Liga, es ist alles verboten, wir haben ein Pflaster auf den Mund bekommen", sagte der gebürtige Tscheche, nachdem er auf diskussionswürdige Entscheidungen der Schiedsrichter angesprochen worden war.

Dauer

Schiedsrichterleistungen dürfen in der DEL von Trainer und Managern öffentlich nicht gerügt werden, kritische Äußerungen werden in der Regel sanktioniert. Gross (50) glaubt, die DEL werde sich so auf keinen Fall weiterentwickeln. "Die Liga wird dadurch ganz schwer besser, wenn wir keine öffentliche Kritik haben, da ist uns der Fußball meilenweit voraus. Deswegen ist die Bundesliga eine der besten Ligen in der Welt, denn man kann mit positiver Kritik umgehen."

Gross: "Wir dürfen die Schiedsrichter nicht kritisieren"

Gross sieht die Verantwortung für diesen Zustand aber auch bei den Managern der Klubs. "Gebe ich den Schiedsrichtern die Schuld? Nein, die gebe ich unseren Managern, unserer Liga. Die Manager haben es einfach abgesegnet, die Manager haben auch gesagt: Wir dürfen die Schiedsrichter nicht kritisieren", führte Gross sichtlich emotional aus: "Das war die Mehrheit, das ist einfach so. Dann halten wir einfach die Schnauze."

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Vorangegangen waren in der Pressekonferenz kritische Anmerkungen von Bremerhavens Trainer Thomas Popiesch, der sich an einigen Entscheidungen der Referees gestört hatte. "Die Schiedsrichter sind dazu da, die Spieler zu schützen. Das habe ich heute ganz klar nicht gesehen", sagte er. Er wolle nicht kritisieren, ergänzte Popiesch, "sondern einfach Fakten auf den Tisch legen. Da muss ich sagen, das ist nicht der Weg gewesen, den ich mir vorgestellt habe."

Die Adler Mannheim führen die DEL-Tabelle vier Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde mit 109 Zählern an. Damit löste das Team von Trainer Pavel Gross den eigenen Vereinsrekord (107 Punkte) ab und stellte den 16 Jahre alten DEL-Rekord der Eisbären Berlin ein.

Schwenninger Wild Wings ohne Chance gegen Ingolstadt

Die Schwenninger Wild Wings mussten beim ERC Ingolstadt erneut eine Niederlage hinnehmen. Beim 1:4 trafen Tyler Kelleher (3.), Mike Collins (33.), Sean Sullivan (45.) und Patrick Cannone (59.) für die Bayern. Mirko Höfflin (39.) konnte nur kurzzeitig verkürzen. Damit hängen die Wild Wings mit 45 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz fest und haben keine Chance mehr auf die Playoffs.

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