Moritz Seider im Trikot der Deotroit Red Wings (Foto: Imago, Icon SMI)

Eishockey | Personalie Moritz Seiders Nordamerika-Abenteuer beginnt an der Mannheim Road

Shootingstar Moritz Seider hat in Detroit den Sprung in die NHL im ersten Anlauf nicht geschafft. Der Verteidiger, der im Sommer von den Adlern Mannheim nach Nordamerika gewechselt war, muss sich jetzt über das Farm Team hochdienen.

Zwei Autostunden trennen Moritz Seider noch von seinem großen Traum. 150 Meilen entfernt von der NHL-Arena der Detroit Red Wings beginnt der deutsche Eishockey-Shootingstar sein Nordamerika-Abenteuer - bei den Grand Rapids Griffins in der zweitklassigen AHL.

Erstes Auswärtsspiel ausgerechnet an der "Mannheim Road"

Das erste Auswärtsspiel in Chicago führt den 18-Jährigen gleich in seine Vergangenheit: Die Allstate Arena der Wolves steht an der Mannheim Road. Zum deutschen Meister Adler Mannheim kehrt der Jungnationalspieler, im Sommer überraschend an sechster Stelle gedraftet, nicht zurück. Aber direkt in die NHL schaffte es das größte deutsche Eishockey-Talent nach Leon Draisaitl auch noch nicht. Die Red Wings schickten ihn nach dem letzten Vorbereitungsspiel ins Farmteam.

Ziel: "Viel Eiszeit in Grand Rapids"

"Moritz soll in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Red Wings sein", sagte sein Berater Timo Machleid: "Deswegen ist es ein sehr guter Schritt für seine persönliche Entwicklung, viel Eiszeit in Grand Rapids zu sammeln und sich an das tägliche Leben in Nordamerika zu gewöhnen."

Vorerst trägt Seider noch nicht das berühmte geflügelte Rad auf der Brust, sondern einen grimmigen Adler. Etwa 70.000 Dollar Jahresgehalt erhält Seider in Grand Rapids, obwohl er nach dem Draft einen Dreijahresvertrag mit Detroit unterschrieben hatte. Das Jahresgehalt von 925.000 Dollar wird nur ausgezahlt, wenn er auch tatsächlich in der NHL spielt.

NHL-Debüt nur eine Frage der Zeit

Das ist aber nur noch eine Frage der Zeit. Denn der Teenager, der erst vor einem Jahr den Sprung in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) geschafft hatte, überzeugte in der Vorbereitung die Red-Wings-Bosse um General Manager Steve Yzerman. "Er hat sich sehr schnell an den anderen Eishockeystil auf der kleineren Eisfläche gewöhnt", urteilte der frühere Weltklassestürmer Yzerman: "Er kam sehr gut mit dem körperbetonten Spiel zurecht und spielte sehr aggressiv."

Vorerst keine Rückkehr nach Mannheim

Die Red-Wings-Legende, die Seider schon in Mannheim beobachtet hatte, wird ihn in Grand Rapids, nur zwei Stunden auf der Interstate 96 von Detroit entfernt, persönlich im Auge behalten. Vor allem aus diesem Grund zerschlug sich eine mögliche Rückkehr nach Mannheim, die bis zuletzt noch ein Thema gewesen war.

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