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Erst hatte Lutz Eichholz einen Kreuzbandriss, dann kam Corona. Jetzt plant er seinen Kindheitstraum - mit dem Einrad auf den Kilimandscharo.

Er gilt als einer der besten Einradfahrer: Lutz Eichholz aus Kaiserslautern. Er war unterwegs an den extremsten Orten der Welt. 2015 zum Beispiel im Iran. Auf dem Damavand, dem Dach Persiens, dem höchsten Berg des Orients. 5671 Meter hoch. Niemals zuvor wagte sich ein Einradfahrer soweit hoch - und soweit runter. Lutz Eichholz schon.

Auf dem Einrad durch menschenleere Natur, das ist sein Leben

Chile - Atacama Wüste ein unwirklicher Ort, unglaublich schön. Es ist die Kulisse für ein ungewöhnliches Abenteuer. Mit dem Einrad durch die Wildnis ging es für den Einrad-Extremsportler. Ein Mann, ein Rad, eine Vision.

Ihn reizen Ziele, die einsam sind. "An denen sehr wenige Leute überhaupt vorbeikommen und da ist die Atacama Wüste perfekt. Die ist so riesig, da wohnen so wenige Menschen, da kann man wirklich tagelang, wochenlang unterwegs sein, ohne jemanden zu treffen. Und da einen Berg zu besteigen ist natürlich dann ein sehr aufregendes Projekt, eins wo man sehr viel planen muss, genau weiß was man tut", sagt er. 5000 Meter über dem Meeresspiegel. Keine Bergwacht, kein Handyempfang, kein Mensch. Weder weit noch breit.

Dauer

Beim Rekordversuch riss ihm das Kreuzband

Jedes Jahr sucht er nach einem neuen, großen Ziel. 2016 war es Chile, im vergangenen Jahr schoss er übers Ziel hinaus. Beim Versuch, den Weltrekord im "Slackline Einradfahren" zu brechen, riss das Kreuzband. Deshalb kann er momentan keinen gefährlichen Sport machen, ist durch Covid 19 und durch die Verletzung zum Lockdown gezwungen.

Die Zwangspause nutzt Eichholz zum Planen der nächsten Ziele

Er nutzt die Zeit im Home-Office, um mit seinen beiden Kleinkindern, ein und drei Jahre alt, einen neuen Kurzfilm zu schneiden und, um die nächsten Pläne zu schmieden. 2020 will er noch einmal in die Alpen. Vom Grande Sassière (3751 Meter) in den französischen Alpen soll es hinab gehen. Den höchst gelegene Wanderweg Europas mit dem Einrad hinab und ein unvergleichlich schönes Panorama vor Augen.

Und für 2021 steht der Kindheitstraum auf dem Reiseplan: der Kilimandscharo.

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