Deutschland, Baden-Württemberg, Winterbach, sportlicher junger Mann und junge Frau laufen durch die Rems  (Foto: imago images, IMAGO / Westend61)

Seit 16.8. in BW gültig

Neue Corona-Verordnung: Diese Regeln gelten für den Sport

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Die neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg, die seit Montag (16.8.) gültig ist, unterscheidet sich deutlich von der bisherigen Regelung. Geimpfte und Genesene können nun uneingeschränkt am organisierten Sportbetrieb teilnehmen.

In der neuen Corona-Verordnung vom 16. August entfällt die bisherige Bindung an die Sieben-Tage-Inzidenz. Der Sportbetrieb in Baden-Württemberg ist wieder fast uneingeschränkt möglich. Die Verordnung ermöglicht eine weitgehend uneingeschränkte Öffnung von Einrichtungen unter bestimmten Voraussetzungen. Die Öffnung aller Bereiche erfolgt ausschließlich für Personen, die unter die 3G-Regelung (geimpft, genesen, getestet) fallen.

Fast uneingeschränkter Sportbetrieb

Dabei wird grundsätzlich zwischen immunisierten und nicht-immunisierten Personen unterschieden. Als immunisierte Personen gelten Menschen, die gegen Covid-19 geimpft oder von Covid-19 genesen sind. Für diese Personengruppe ist die Teilnahme an Angeboten des organisierten Sportbetriebs uneingeschränkt möglich.

Nicht-immunisierte Personen benötigen für den Zutritt zu geschlossenen Räumen von Sportstätten einen negativen Test. Konkret bedeutet das: Für das Training in geschlossenen Räumen, wie etwa in der Halle, brauchen nicht-immunisierte Personen einen negativen Testnachweis. Ein nicht-immunisierter Amateurfußballer kann aber beispielsweise im Freien am Fußballtraining ohne einen Testnachweis teilnehmen, solange er keine geschlossene Räume, wie etwa die Kabine, betritt.

Eine Ausnahme gilt bei der Sportausübung zu dienstlichen Zwecken, Reha-Sport und Spitzen- oder Profisport. In diesen Bereichen ist kein Testnachweis erforderlich.

Auch in den Sportschulen gilt eine Testpflicht für nicht-immunisierte Personen. Ohne negatives Testergebnis ist eine Bewirtung und eine Beherbergung nicht zulässig.

Zuschauerregelung für Sportveranstaltungen

Bis zu einer Personenzahl von 5.000 Zuschauern dürfen Sportstätten unter Vollauslastung öffnen. Das gilt sowohl für Stadien im Freien als auch für Sportveranstaltungen in geschlossenen Räumen, wie etwa in Sporthallen. Auch für Sportveranstaltungen des Amateursports gilt die Vollauslastung bis 5.000 Zuschauer.

Bei Sportgroßveranstaltungen über 5.000 Zuschauer gilt: Die maximale Auslastung der Stadien und Hallen liegt bei 50 Prozent der zugelassenen Kapazität, mehr als 25.000 Personen pro Veranstaltung sind aber nicht erlaubt.

Was ist mit Tests und Maskenpflicht bei Sportveranstaltungen?

Bei Sportveranstaltungen in geschlossenen Räumen benötigen nicht-immunisierte Zuschauer einen tagesaktuellen negativen Antigen-Schnelltest. Das gilt auch bei Veranstaltungen im Freien, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann.

Sportgroßveranstaltungen können bei Vorlage eines negativen Testergebnisses generell von nicht-immunisierten Personen besucht werden.

In geschlossenen Räumen muss grundsätzlich die Mund-Nasen-Maske getragen werden. Im Freien gilt dann eine Maskenpflicht, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann.

Was ändert sich in Rheinland-Pfalz?

Während in Baden-Württemberg ab Montag die neuen Maßnahmen greifen, lässt sich Rheinland-Pfalz etwas mehr Zeit. Nach wie vor gilt die Testpflicht ab einer Inzidenz von 35. Damit behält Rheinland-Pfalz vorerst die Inzidenz-Regelung bei. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter diesem Wert können Stadt- und Landkreise selbst entscheiden, ob sie die 3G-Regel anwenden oder nicht.

Die Änderungen der Ministerpräsidentenkonferenz werden in Rheinland-Pfalz voraussichtlich erst ab dem 23.8. in einer weiteren neuen Verordnung umgesetzt. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss ab dem 23. August für Aktivitäten in Innenräumen einen negativen Test vorweisen können - zum Beispiel für den Besuch von Veranstaltungen oder die Teilnahme am Sport im Innenbereich.

Personenbegrenzungen bei Sportveranstaltungen in Rheinland-Pfalz

Mehr als 500 Zuschauerinnen und Zuschauer in einem Stadion sind möglich. Voraussetzung ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 35 nicht überschreitet. Dann ist eine Stadionauslastung von 50 Prozent erlaubt, allerdings mit einer Höchstgrenze von 25.000 Zuschauern.

Bei Inzidenz-Werten über 35 greifen weitere Beschränkungen, allerdings werden hier vielerorts regionale Ausnahmegenehmigungen erteilt, wie etwa beim DFB-Pokalspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen Mönchengladbach. Und auch bei den kommenden beiden Heimspielen des FCK gegen 1860 München und den FSV Zwickau dürfen bis zu 20.000 Fans ins Stadion kommen.

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Außerdem gilt auf den Transferwegen bis zum Sitzplatz eine Maskenpflicht. In Bereichen, in denen das Abstandsgebot eingehalten werden kann, auch bei Sitz- oder Stehplätzen in Stadien, entfällt die Maskenpflicht.

Auch Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 350 Zuschauern sind möglich. Voraussetzung ist auch hier, dass die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 35 nicht überschreitet. Eine Auslastung von 50 Prozent ist dann erlaubt, allerdings mit einer Höchstgrenze von 5.000 Zuschauern.

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