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Seinen Traum vom paralympischen Gold konnte sich Mathias Mester diesen Sommer nicht erfüllen. Wegen Corona finden die Spiele erst nächstes Jahr statt - an der Zielsetzung hat sich aber nichts geändert.

Dass Mathias Mester sportlich vielseitig ist, war schon länger bekannt. Schließlich hat der Leichtathlet vom 1. FC Kaiserslautern nicht nur in seiner Paradedisziplin, dem Speerwerfen, reichlich Medaillen gesammelt, sondern auch im Kugelstoßen und Diskuswurf. Für seine Social-Media-Kanäle versucht sich Mester in der Corona-Krise nun sogar im Wintersport. Die ungewohnte Freizeit in den eigenen vier Wänden hat den 34-Jährigen auf einige neue Ideen gebracht, mit denen er seine Fans unterhalten kann.

"Wenn mein Trainer dann mal drauf guckt, dann sagt der auch: Jetzt mach mal nicht so viel Blödsinn, konzentrier' dich mal wieder aufs Training", so Mester über seine Online-Aktivitäten. Sein großes Ziel hat er jedoch nach wie vor fest im Blick: Gold bei den Paralympics in Tokio 2021. Dafür trainiert er siebenmal in der Woche, seit Corona häufig auch ohne Trainer.

"Alles geben" für den großen Traum

Alleine trainieren zu müssen, sei für seine Motivation nicht förderlich, gibt Mester zu. "Aber ich sage mir immer: Jeden Tag, den ich nicht trainiere, ist mir mein Gegner einen Schritt voraus." An mangelndem Trainingseifer im Winter soll es in Tokio 2021 jedenfalls nicht scheitern: "Es werden jetzt meine letzten Spiele und ich möchte am Tag X alles geben und dann gesagt haben, ob's klappt oder nicht, ich habe alles gegeben. Ich habe dafür gekämpft und dann habe ich mir nichts vorzuwerfen."

Gold bei den Paralympics: es ist der letzte große Titel, der in Mathias Mesters Medaillensammlung noch fehlt. 2006 und 2013 wurde er Para-Weltmeister im Speerwurf, auch die Europa- und die Deutsche Meisterschaft hat er mehrfach gewonnen - sogar in verschiedenen Disziplinen. Nun will der Athlet, der für den 1. FC Kaiserslautern startet, im kommenden Sommer das i-Tüpfelchen auf seine außergewöhnliche Karriere setzen. Darum, dass dem Entertainer in der Vorbereitung der Ausgleich zum vielen Training fehlt, muss man sich mit Blick auf seine Social-Media-Kanäle wohl keine Sorgen machen.

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