Logo des neuen Fördervereins Para Leichtathletik (Foto: SWR)

Para-Sport | Vereinsgründung

Neuer Förderverein als Grundlage für deutsche Medaillen bei Paralympischen Spielen

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Behinderte Sportler, die zu den Paralympics fahren, werden gefördert, aber einen Förderverein für Talente gab es in der Para-Leichtathletik bisher nicht. Doch nun ist das anders.

Paralympics-Champion Niko Kappel ist ein ehrgeiziger und hartnäckiger Sportler, der niemals aufgibt. Und es sind diese Tugenden, die den Welzheimer Kugelstoßer dazu gebracht haben, eine Förderverein für Talente in der Para-Leichtathletik ins Leben zu rufen.

"Es fehlte einfach die Unterstützung an der Basis, in Zukunft können wir Talente gezielt fördern"

Niko Kappel, der auch in der Komunalpolitik aktiv ist, hat zwei Jahre daran gearbeitet, dass der "Verein zur Förderung der deutschen Para Leichtathletik e.V." gegründet wurde. "Ich bin nervös wie sonst nie, denn es war ein hartes Stück Arbeit diesen Verein ins Leben zu rufen und ich bin sehr glücklich, dass wir das geschafft haben", sagt er.

Behinderte Athleten sollen auf der Suche nach einer Prothese nicht durch ganz Deutschland fahren müssen

Die Aufgabe des Vereins wird es sein, Talente zu unterstützen, aber auch Aufklärungsarbeit zu leisten, betont auch Heinrich Popow Weggefährte von Kappel und eines der acht Gründungsmitglieder des Vereins. Der beinamputierte Popow war selbst zweimal Goldmedaillengewinner bei Paralympischen Spielen im Weitsprung und über 100 Meter. Er betont, wie wichtig es ist, Eltern Behinderter aufzuklären. Damit sie Hilfe bekommen und ihr Kind einen Sport ausüben kann.

"Die meisten Kinder wissen nicht, dass sie ein Recht auf eine Sportprothese haben. Die Eltern sind froh, wenn sie den Weg zur Schule schaffen."

Mit Gründung des Fördervereins soll sich jetzt die Situation für viele behinderte Sportler verbessern. Sie sollen Unterstützung finden, wenn sie Leistungssport betreiben wollen. Die baden-württembergische Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Susanne Eisenmann unterstützt die Vereinsgründung. Eisenmann war überrascht, dass es bisher noch keinen Förderverein für die Para-Leichtathletik in Deutschland gab.

"Wir machen im Land keinen Unterschied zwischen gesunden und behinderten Sportlern, ein Förderverein dieser Art bekommt meine volle Unterstützung."

Bis es zur Gründung des Fördervereins kam dauerte es zwei Jahre. Jetzt kann mit der Arbeit begonnen werden. Der Präsident des VfB Stuttgart ist wohl das prominenteste der acht Gründungsmitglieder. Er will mit seinem Netzwerk rund um den VfB dafür sorgen, dass möglichst schnell möglichst viele Fördermitglieder gefunden werden.

Der Para Leichtathletik Förderverein soll Talente deutschlandweit unterstützen

Sobald Geld in der Kasse des Vereins ist, der jetzt schon zahlreiche Unterstützer aus der Wirtschaft hat, nimmt dann der Förderausschuss seine Arbeit auf. Ziel ist es, Talente zu sichten und zu unterstützen, damit auch in Zukunft Deutsche Sportler bei Paralympischen Spielen ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen.

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