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An diesem Wochenende beginnt das dreiwöchige Finalturnier um die deutsche Meisterschaft im Basketball. Auch ratiopharm Ulm geht als einer von drei Vertretern aus Baden-Württemberg an den Start. In Ulm blickt man ohne große Erwartungen, aber dennoch motiviert auf das bevorstehende Turnier.

Die Ulmer, die in der bisherigen Saison 2019/2020 nach zehn Siegen und zehn Niederlagen vor der fast dreimonatigen Corona-Pause auf dem zehnten Tabellenplatz lagen, gehören zur Spielgruppe A. Zunächst geht es am kommenden Samstag (6.6., 20:30 Uhr) gegen den deutschen Meister FC Bayern München. Danach folgen am Montag (8.6., 16:30 Uhr) und am Mittwoch (10.6., 20:30 Uhr) die Gegner aus Oldenburg und Crailsheim. Zum Abschluss der Gruppenphase geht es für die Mannschaft von Head Coach Jaka Lakovič am darauffolgenden Sonntag (14.6., 16:30 Uhr) gegen die BG Göttingen.

Ulms Trainer Lakovič hegt keine großen Erwartungen

Nach nur zehn Tagen Vorbereitung im Mannschaftstraining erwartet die Ulmer Spieler somit ein hartes und anstrengendes Programm. Ulms Trainer Lakovič zeigt sich jedoch zufrieden mit dem aktuellen Leistungsstand seiner Mannschaft. "Das Team hat die letzten Tage gut trainiert. Alle Spieler sind sehr motiviert und werden alles geben", so Lakovič. Große Erwartungen hat der 41-Jährige für den Turnierverlauf allerdings nicht: "Aufgrund der sehr kurzen Vorbereitungszeit können wir keine großen Erwartungen an das Turnier stellen. Trotzdem werden wir natürlich versuchen, mit der bestmöglichen Form anzutreten."

Überraschungen im Turnierverlauf laut Lakovič möglich

Dem Auftaktspiel gegen den Titelverteidiger aus München blickt Lakovič gelassen entgegen. "Natürlich ist der FC Bayern München in diesem Spiel der Favorit, jedoch können wir ohne großen Druck aufspielen. Das kann ein Vorteil für uns sein", so der Slowene. Nach der langen coronabedingten Spielpause schätzt der Coach die Ausgangslage enger ein als zuvor. "In diesem Turnier kann vieles anders laufen als gewöhnlich. Die Teams müssen erstmal wieder ins Basketball-Spielen zurückfinden. Daher ist auch die eine oder andere Überraschung möglich", so Lakovič.

Als Favoriten auf den Gewinn des deutschen Meistertitels nennt der 41-Jährige aber trotzdem die Vereine, die auch vor der Corona-Pause im oberen Tabellendrittel angesiedelt waren: Der FC Bayern München, ALBA Berlin und die EWE Baskets Oldenburg.

Neuzugang Klepeisz ist überzeugt von der Mannschaft

Auch Thomas Klepeisz, der für das anstehende Finalturnier von Braunschweig nach Ulm gewechselt ist, ist vom Ehrgeiz und von der Leistung der Mannschaft überzeugt. "In einem Spiel wie gegen den FC Bayern München sind wir zwar der Außenseiter, aber dennoch dürfen wir den Gegner nicht als haushohen Favoriten ansehen. Wir müssen immer mit der Einstellung ins Spiel gehen, dass wir auf jeden Fall gewinnen wollen", so Klepeisz.

Dabei verweist der Österreicher auf die Stärken der Ulmer Mannschaft. "In der Offensive können wir den Ball sehr gut bewegen und haben oft viele gute Passstafetten. Außerdem haben wir viele gute Werfer, der 'Dreier' könnte für uns also sehr wichtig werden. Defensiv haben wir eine konzentrierte und aggressive Grundeinstellung", sagt Klepeisz. Doch auch er weiß, dass es bei diesem besonderen Turnier nicht nur auf die körperlichen Fähigkeiten ankommt. "Es wird auch sehr wichtig, mental stark zu sein. Da haben wir aber mit Per Günther einen sehr erfahrenen Kapitän in unserer Mannschaft, der auch über exzellente Führungsqualitäten verfügt", so der 28-Jährige.

Die Trainingseinheiten in den letzten Tagen empfand Klepeisz als anstrengend, aber auch als sinnvoll und zielgerichtet. "Wir haben viele taktische Einheiten nachgeholt, dadurch war das Training, vor allem für den Kopf, schon sehr anstrengend. Unser Coach hat uns in der kurzen Zeit aber sehr gut für die kommenden Aufgaben vorbereitet." Auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft stimmt. "Insgesamt herrscht eine sehr gute Team-Chemie und speziell ich als Neuzugang bin sehr dankbar, dass die anderen Jungs mich so schnell ins Team integriert haben", so Klepeisz weiter.

Kleinere Personalprobleme für Ulm

Für das anstehende Final-Turnier muss Head Coach Lakovič jedoch auf einige wichtige Spieler verzichten. Killian Hayes, Seth Hinrichs und Grant Jerrett sind noch in den USA bei ihren Familien und werden somit nicht am Turnier teilnehmen können. Auch aus diesem Grund wurde Klepeisz verpflichtet. Zusätzlich stößt Rückkehrer Dylan Osetkowski (ausgeliehen an Göttingen) zum Ulmer Team dazu.

Damit umfasst der Profikader von ratiopharm Ulm insgesamt elf Spieler. "Aktuell sind alle unsere Profi-Spieler fit und gesund, hoffentlich bleibt das auch bis zum Turnier-Ende so", so Lakovič. Den Kader für das Final-Turnier vervollständigen ein paar wenige Nachwuchsspieler der zweiten Mannschaft. Die Höchstanzahl an möglichen Spielern im Kader (16) werde man aber laut Lakovič nicht ausnutzen: "Wir werden mit maximal 13 bis 14 Spielern nach München reisen. Mehr Spieler mitzunehmen macht für mich keinen Sinn."

Live-Übertragung im Ulmer "Xinedome"

Alle Spiele von ratiopharm Ulm können Basketball-Fans übrigens im Ulmer "Xinedome"-Kino live verfolgen. Unter Beachtung der aktuellen Hygienevorgaben bietet der Kinosaal Platz für 99 Personen. Tickets können im Voraus online bestellt werden.

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