Per Günther spielt seit 2008 im orangen Trikot (Foto: imago images, Nordphoto)

Basketball | Hintergrund

Per Günther - die letzte Saison in Orange

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13 Jahre hat er ratiopharm Ulm ein Gesicht gegeben, zehn davon ist er als Teamkapitän vorangegangen und hat sich in die Herzen der Fans gespielt. Per Günther geht in die letzte Saison seiner Karriere. Doch er denkt noch nicht an Abschied.

Per Günther wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein Mann großer Worte. Die Emotionen über seinen angekündigten Abschied von ratiopharm Ulm schiebt er lieber noch vor sich her. Dass er nach 13 Profi-Jahren in seine letzte Saison in der Basketball-Bundesliga startet, soll ihm nicht den Fokus nehmen.

Die etwas andere Basketball-Karriere

Per Günther kommt früh mit dem Basketball in Berührung. Sein Vater Dietmar hat selbst Basketball-Bundesliga gespielt, auch seine Mutter war lange im Basketball aktiv. So sind Per und seine Brüder Philip und Jasper der familiären Linie treu geblieben. Als Jugendlicher spielt Per bereits für Boele-Kabel und den BBV Hagen, 2006 wechselt er zu Phoenix Hagen. Mit der U19-Mannschaft fährt er 2007 die Vize-Meisterschaft ein.

Dank starker Leistungen und durchschnittlich 14,5 Punkten, 2,4 Korbvorlagen und 1,9 Rebounds pro Spiel wird ratiopharm Ulm auf Günther aufmerksam und nimmt ihn unter Vertrag. Im Laufe der Jahre entwickelt er sich zum Stammspieler und wird schließlich Kapitän. Per Günther verlängert seine Verträge regelmäßig und wird damit zur Identifikationsfigur der Ulmer. Auch diese Treue macht ihn zu einem besonderen Basketballer. Im April 2019 bestreitet er sein 400. Bundesliga-Spiel für die Ulmer und wird damit der erste Spieler, der so viele Partien für gleichen Klub bestreitet.

Der ehemalige Trainer und heutige Sportdirektor Thorsten Leibenath hat Per Günther früh kennengelernt und seinen Werdegang nah miterlebt. Mit Per Günther verliert der Verein am Ende der Saison eine wichtige Identifikationsfigur.

Emotionalität bringt nichts

Jetzt denkt Per Günther aber noch nicht an Abschied. Ganz im Gegenteil: Auf die Frage, was er sich für seine letzte Saison vornehme, antwortet er nüchtern und teamorientiert. Sein Fokus liege auf einer erfolgreichen Saison: "Um selber Spaß zu haben, sind zwei Sachen zu erfüllen: Die Mannschaft muss gewinnen und ich muss gut spielen. Für mich startet jetzt erstmal eine ganz normale Basketball-Saison. Wenn du gefühlt jeden dritten Tag spielst, bist du direkt im Rhythmus. Es wäre kontraproduktiv, wenn ich jetzt ständig bewusst versuchen würde, alles hochemotional aufzusaugen."

Die Pläne nach der Karriere

Doch irgendwann wird der Tag des Abschieds kommen und spätestens dann wird feststehen, wie es nach der Karriere weitergeht. Zum jetzigen Zeitpunkt ist für Per Günther noch alles offen. Es gebe allerdings schon erste Ideen, wie er die Zeit nach der Karriere verbringen könnte. Fest steht, dass es eine längere Orientierungsphase geben wird. Erst einmal die Karriere reflektieren und Urlaub mit der Familie nachholen, so Per Günther im Interview mit SWR Sport.

Durchwachsener Saisonstart

Der 86:83-Auftaktsieg bei Bayern München war ganz nach Günthers Geschmack. Am Mittwochabend in Bonn konnte er die knappe 73:76-Niederlage bei den Telekom Baskets Bonn jedoch nicht verhindern.

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