ratiopharm Ulm spieler freuen sich über Punkte. (Foto: Imago, imago images / DeFodi)

Basketball | ratiopharm Ulm Ulm hofft auf guten Playoff-Start bei Alba Berlin

Nach einem Jahr Abwesenheit spielt ratiopharm Ulm wieder in den BBL-Playoffs. Im Viertelfinale warten die höher platzierten Berliner.

Von Erleichterung war noch nichts zu spüren, denn für die Ulmer Basketballer wird es jetzt erst richtig ernst. Mit dem Heimsieg gegen Vechta am konnte das Team aber die Hauptrunde mit einem Sieg beenden. Nachdem die Schwaben in der vergangenen Saison die Playoffs überraschend verpassten, ist am kommenden Samstag (18 Uhr) bei Alba Berlin Zeit für Wiedergutmachung. Wer in der ersten Playoff-Runde weiterkommt, wird im Best-of-five Format ermittelt.

Starker Zuschauerzuspruch

6.200 Fans kamen in dieser Spielzeit im Schnitt in die ratiopharm-Arena, damit waren alle Heimspiele ausverkauft. Das schaffte kein anderes BBL-Team. Am Dienstag, den 21. Mai. dürfen die Ulmer Anhänger dann ihr Team in Spiel zwei in der eigenen Halle anfeuern.

Als Außenseiter in die erste Runde

Alba Berlin scheiterte in der vergangenen Saison im Playoff-Finale an Bayern München und ist erneut als Titelaspirant. 27 Siege aus 34 Spielen bedeutet Platz drei nach der Hauptrunde. Topscorer der Berliner Albatrosse ist der Litauer Rokas Giedtraitis. Die regulären Saisonspiele gegen Ulm konnten die Berliner beide für sich entscheiden.

"Es hat lange gedauert bis wir diese Saison unsere Identität gefunden haben. Das lag an mehreren Faktoren", so Ulm-Trainer Thorsten Leibenath vor dem Playoff-Start auf der Homepage des Vereins. "Zum einen haben wir eine sehr junge Mannschaft. Dazu kamen die vielen Verletzungen, die natürlich nicht gerade für Stabilität gesorgt haben. Und dann darf man nicht vergessen, dass es eine sehr starke Liga ist", so der 44-Jährige. Auf Ra'Shad James und Max Ugrai wird Leibenath auch in den K.o.-Spielen verzichten müssen, beide fallen langfristig aus.

Nach der enttäuschenden Saison 2017/2018 wurden in Ulm große Teile der Mannschaft umgebaut. Trey Lewis, Da'Sean Butler und Luke Harangody verließen die Donaustadt. Auf dem Feld geben nun die Neuzugänge Patrick Miller, Javonte Green und Dwayne Evans den Ton an. Sie sind sowohl in erzielten Punkten als auch in gespielten Minuten die Topspieler der Ulmer.

Umbruch nach der Saison

Unabhängig vom Abschneiden in den Playoffs wird bei Ulm nach der Saison die Suche nach einem neuen Coach beginnen. Thorsten Leibenath wird nach acht Jahren als Cheftrainer neuer Sportdirektor des Vereins. Ein Nachfolger soll erst im Sommer präsentiert werden. Leibenath führte die Ulmer zweimal zur Vizemeisterschaft (2012 und 2016), sowie zu 27 Siegen in Folge in der Saison 2016/2017 - bis heute Bundesligarekord.

Schon 2014 trafen Berlin und Ulm in der ersten Playoff-Runde aufeinander. Damals noch im Best-of-three Format und mit dem besseren Ende für Berlin, das später am FC Bayern im Finale scheiterten.

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