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Die MHP Riesen Ludwigsburg brauchen ein kleines Basketball-Wunder, um sich im Final-Rückspiel am Sonntag noch den ersten Deutschen Meistertitel zu sichern. Im Final-Hinspiel unterlag Ludwigsburg dem Team von Alba Berlin deutlich.

23 Punkte müssen die Riesen Ludwigsburg am Sonntag aufholen, um doch noch den Traum von der ersten Deutschen Basketball-Meisterschaft wahr zu machen. Im Hinspiel mussten sich die Ludwigsburger einer überlegenen Mannschaft aus Berlin mit 65:88 (29:46) geschlagen geben.

Rasanter Beginn

Beide Teams nahmen sich zu Beginn schnell die ersten Würfe. Und es war Jaleen Smith, der mit einem Dreier die ersten Punkte für die Riesen Ludwigsburg in einem Finalspiel um die Deutsche Basketball-Meisterschaft besorgte.

In der Folge lieferten sich Ludwigsburg und Berlin leidenschaftliche Duelle unter dem Korb mit zahlreichen Rebounds für beide Teams. Mitte des ersten Viertels konnte sich dann Alba Berlin zuerst ein wenig absetzen, Ludwigsburg ging mit einem 13:19-Rückstand in die erste Viertelpause.

16-jähriger Jacob Patrick trifft von Draußen

Die Schwaben mussten im ersten Meisterschafts-Finalspiel der Vereinsgeschichte auf ihren Top-Star Marcos Knight verzichten, sein Pensum mussten die Riesen auf mehrere Schultern verteilen. Dabei taten sich besonders die Youngster hervor. Der erst 16-jährige Jacob Patrick, Sohn von Headcoach John Patrick, versenkte gleich zwei Drei-Punkte-Würfe in den ersten 11 Minuten. Zudem erzielte der 18-jährige Lukas Herzog seinen ersten Dreier im BBL-Finalturnier, sodass Ludwigsburg gegen starke Berliner zunächst den Anschluss halten konnte.

Doch je länger das Spiel dauerte, desto häufiger durchbrach Alba Berlin die Defensive der Ludwigsburger und zog Mitte des zweiten Viertels auf zehn Punkte davon. Besonders Marcus Eriksson (zehn Punkte in der ersten Hälfte) und Peyton Siva überzeugten bei den Berlinern, die den Vorsprung zur Pause sogar auf 17 Punkte erhöhen konnten - 46:29 die Führung für Alba.

Ludwigsburg offensiv zu ungenau

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Alba Berlin das dominante Team. Ludwigsburg hatte defensiv weiter Probleme und offensiv agierten die Schwaben meist überhastet, die Folge war eine Vielzahl ungenauer Würfe. Als die Hauptstädter zweieinhalb Minuten vor Ende des dritten Viertels auf 67:37 stellten, schien es so, als ginge es für Ludwigsburg nur noch um Schadensbegrenzung.

Aber das Team von John Patrick gab sich nicht auf und sorgte noch für einige Highlights - eines davon war der einhändige Putback-Dunk von Nick Weiler-Babb sieben Minuten vor dem Ende. Die MHP Riesen Ludwigsburg schafften es aber nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Und so brauchen sie nach der 65:88-Niederlage ein kleines Basketball-Wunder, um im Rückspiel am Sonntag (15:00 Uhr) doch noch Chancen auf den Meistertitel zu haben.

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