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Mit einem Rumpf-Aufgebot von zehn Teams will die Basketball-Bundesliga trotz der Coronavirus-Krise ihren Meister in Turnierform an nur einem Standort küren. Gegenüber SWR-Sport erklärt BBL-Präsident Alexander Reil wie das gehen soll.

Wer das Turnier austragen soll, ist noch völlig offen. Anders als zuvor die Top-Ligen im deutschen Handball, Eishockey und Volleyball entschieden sich die 17 Clubs und die BBL-Spitze um Präsident Alexander Reil einstimmig gegen ein sofortiges Ende der derzeit unterbrochenen Saison. "Das Wichtigste für uns war, dass wir einen einstimmigen Beschluss erreichen konnten," so Reil gegenüber SWR-Sport.

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Wie soll es sportlich weiter gehen?

Die Ergebnisse der Hauptrunde wurden gestrichen. Der Spielbetrieb soll direkt mit modifizierten Playoffs mit einer Dauer von rund drei Wochen aufgenommen werden. In zwei Gruppen spielen jeweils fünf Teams jeder gegen jeden. Anschließend geht es ab dem Viertelfinale im K.o.-Modus bis zum Endspiel weiter. Eine gute Lösung, speziell für die Riesen Ludwigsburg: "Wir haben eine tolle Saison gespielt. Für uns wäre es natürlich ganz bitter gewesen, wenn die abgebrochen worden wäre", sagte Reil in seiner Funktion als 1. Vorsitzender der Riesen.

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Ein Hygiene- und Sicherheitskonzept fehlt noch.

Ab diesem Dienstag soll eine Expertengruppe mit Vertretern der weiter mitwirkenden Vereine beginnen, den genauen Ablauf des gewagten Vorhabens auszuarbeiten. Denn anders als der Profi-Fußball verfügen die Basketballer noch nicht über ein detailliertes Konzept. "All diejenigen, die dann bei diesem Spielbetrieb dabei sind, sind meines Erachtens, dann die Sichersten in dieser Zeit", verspricht Alexander Reil.

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Zurück zu "ein bisschen Normalität"

Ziel der Liga ist es, die Saison bis spätestens zum 30. Juni 2020 zu beenden. Dafür müssten, laut Alexander Reil, spätestens am 18. Mai die behördlichen Genehmigungen für den Trainings- und Spielbetrieb vorliegen. Im Vorfeld dessen, brauchen nicht nur die Riesen Ludwigsburg eine gewisse Zeit, um den ein oder anderen ausländischen Spieler wieder aus Übersee einfliegen zu lassen. "Wir haben noch alle Spieler unter Vertrag, wohl wissend wie die Vorschriften sind mit Quarantäne etc. aber das haben wir eingeplant." Und so hofft der deutsche Profi-Basketball, wie auch die Fußball-Bundesliga, seine Spielzeit sportlich zu Ende zu bringen. "Ich glaube, dass sich die Menschen nach ein bisschen Normalität sehnen. Und wenn es nur zuhause vor dem Fernseher sein wird", so der 54-Jährige.

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