Banner dr Basketballclubs Rutronik Keltern und USC Eisvögel Freiburg (Foto: SWR)

Basketball | Frauen-Bundesliga

Freiburg gegen Keltern: Baden-Württemberg-Duell in den Basketball-Playoffs

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Die Eisvögel USC Freiburg könnten am Samstag ihren ersten Playoff-Finaleinzug seit 2011 feiern. Der amtierende Meister aus Keltern will das verhindern. Ein baden-württembergisches Basketball-Duell mit Titel-Ambitionen.

Der Kampf um die Basketball-Meisterschaft geht in die nächste Runde. Im zweiten Spiel der Halbfinalserie empfangen die Rutronik Stars Keltern am Ostersamstag (19 Uhr) das Team der Eisvögel USC Freiburg. Eine Paarung, die sehr viel verspricht.

Kein klarer Favorit

Die beiden Klubs aus Baden-Württemberg haben nicht so viele Gemeinsamkeiten. Beide versuchen sich gegenseitig die Favoritinnenrolle zuzuschieben. Während der USC Freiburg vor allem auf seine Nachwuchsarbeit setzt, hat Keltern seit dem Aufstieg 2015 das klare Ziel, Titel zu sammeln. Die Liga-Duelle der diesjährigen Saison konnten zwar allesamt die Breisgauerinnen für sich entscheiden. Amtierender Meister ist jedoch die Mannschaft aus Keltern. In der frühzeitig beendeten Hauptrunde belegte Freiburg den zweiten Platz, der Titelverteidiger aus dem Enzkreis lag auf Platz drei. Es könnte also eng werden.

Es gibt sie aber tatsächlich, diese eine sportliche Gemeinsamkeit: Beide Mannschaften mussten in das dritte und entscheidende Spiel, um sich für die Halbfinals zu qualifizieren. Beide Male war es knapp. Keltern setzte sich schließlich gegen die Mannschaft aus Hannover durch, die Freiburgerinnen besiegten das Team aus Marburg. Einen klaren Favoriten für die Halbfinalserie gibt es nicht - das hat das erste Playoff-Duell beider Teams gezeigt.

Intensiver Krimi mit Freiburger-Schlussfreuden

Das Spiel am vergangenen Sonntag hielt, was man sich von einem baden-württembergischen Top-Duell erwartete. In einer engen Partie gewannen die Basketballerinnen des USC Freiburg das erste von maximal drei Halbfinal-Playoffspielen gegen den deutschen Meister Keltern mit 77:74 (15:25, 26:7, 18:21, 18:21).

Die Freiburger Mannschaft ging zwar durch einen Dreier von Andjelina Radic in Führung, beendete das erste Viertel dann aber mit einem Zehn-Punkte-Rückstand auf Keltern. Im zweiten Viertel fanden die Eisvögel dann immer besser ins Spiel und überzeugten mit einer deutlich aktiveren Defense. Keltern konnte lediglich sieben Punkte erzielen und so stand es zur Halbzeit 41:32 für die Freiburgerinnen, betreut von Trainer Harald Janson.

Keltern kämpft sich im dritten Viertel zurück

Das Spiel entwickelte sich dramatisch: Im dritten Viertel fand Keltern zurück zur anfänglichen Stärke, verkleinerte den Rückstand nach und nach und kam bis auf sechs Punkte heran. Die Partie war wieder offen, das entscheidende Viertel geprägt von Führungswechseln - letztendlich mit dem erfolgreichen Ende für die Freiburgerinnen. USC-Coach Harald Janson zeigte sich nach der Partie erleichtert und resümierte: "In den den letzten zwei Minuten hat uns Andjelina Radic mit ihrer starken Verteidigung den Sieg gerettet."

Die Freiburgerin Christa Reed (am Ball) im Duell mit Matea Tavic von den Stars aus Keltern. (Foto: Eisvögel USC Freiburg)
Die Freiburgerin Christa Reed (am Ball) im Duell mit Matea Tavic von den Stars aus Keltern. Eisvögel USC Freiburg

Wer schafft den Einzug ins Playoff-Finale?

Den Eisvögeln fehlt jetzt noch ein Sieg zum Erreichen der Finalserie. Das hatte der USC bisher lediglich 2011 geschafft, musste sich dann aber in der Finalrunde dem Seriensieger aus Wasserburg geschlagen geben.

"Wir haben das Zeug dazu, Meister zu werden. Das muss unser Anspruch und Ziel sein."

Die Spielerinnen aus Freiburg um Lina Sontag zeigen sich optimistisch, dass mit diesem "sehr guten Team" auch dieses Jahr der Finaleinzug klappt, und glauben an die Meisterschaft.

Keltern-Trainer Christian Hergenröther hält dagegen. Im Gespräch mit SWR Sport betont er: "Wir müssen gegen Freiburg so weit es geht Fehler vermeiden und uns selbst belohnen." Er habe kein schlechtes Spiel seines Teams gesehen, in den entscheidenden Situationen sei die Mannschaft aber zu nachlässig gewesen. Daran haben die sogenannten grünen Sterne die Woche über gearbeitet. An der Ausgangssituation hat sich für den 35-Jährigen ohnehin nichts geändert: "Uns war von vornherein klar, dass wir sowohl zu Hause als auch ein Spiel in Freiburg gewinnen müssen."

Gewinnerinnen treffen auf Löwen oder Panther

Sollte Keltern dieses zweite Spiel gewinnen, würde sich am Ostermontag in einer dritten Partie entscheiden, welches Team aus Baden-Württemberg in die Finalserie um die Meisterschaft einzieht. Die Gewinnerinnen treffen dann auf das Sieger-Team aus der Halbfinalpaarung Rheinland Lions gegen GiroLive Panthers Osnabrück, deren erstes Duell mit 73:69 für die Lions endete.

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