Fedor Zugic (Ratiopharm Ulm) zieht zum Korb (Foto: imago images, IMAGO / Independent Photo Agency)

Basketball | Eurocup

Ulmer Basketball-Wunder endet in Bologna

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Die Ulmer Basketballer müssen sich im Viertelfinale des Eurocups mit 77:83 Virtus Bologna geschlagen geben. Lange konnten sie die Partie allerdings offen halten.

Nach dem überraschenden Sieg im Achtelfinale gegen Joventut Badalona ging es für das Team von Jaka Lakovič im Viertelfinale zum sechzehnmaligen italienischen Meister Virtus Bologna.

Ein Spiel entscheidet

Die Besonderheit des Wettbewerbs ist, dass, anders als im Basketball üblich, die K.O.-Runden in nur einer einzigen Partie und nicht einer Best-of-Serie entschieden werden. Die daraus resultierende, besondere Anspannung war beiden Teams zu Beginn deutlich anzumerken. Den Hausherren gelang es als erstes, die Nervosität abzulegen. Angetrieben durch Ex-NBA-Star Milos Teodosic, der seine Mitspieler immer wieder gut einsetzen konnte, oder wahlweise selbst abschloss, erspielten sich die Hausherren eine 12:9-Führung in der Mitte des ersten Viertels. Semaj Christon und Nicolas Bretzel sorgten aus Ulmer Sicht dafür, dass der Abstand zu diesem Zeitpunkt nicht zu groß wurde.

Die sehr druckvolle Defensive von Bologna zwang die Ulmer immer wieder zu sehr schwierigen Abschlüssen aus der Distanz. Lediglich ein Wurf von sechs Versuchen jenseits der 3-Punkte-Linie fand seinen Weg durch die Reusen.

Nach einem unsportlichen Foul an Christoph Philipps, der die folgenden beiden Freiwürfe verwandelte und einem weiteren erfolgreichen Versuch aus dem Feld von Fedor Zugic ging es aus Ulmer Sicht mit 17:25 in die Viertelpause.

Ulm trifft von draußen...

Zum Start des zweiten Viertels wirkte Bologna ein wenig unkonzentriert. Wieder war es Bretzel der von seinen Teamkollegen unter dem Korb gut angespielt wurde und die Ulmer bis auf 4 Punkte heranbringen konnte. Auch auf der anderen Seite des Parketts machten es die Gäste jetzt besser. Ihnen gelang es ein ums andere Mal, das flexible Passspiel der Gastgeber zu unterbinden. Und so war es der Österreicher Thomas Klepeisz, der Mitte des 2. Viertels die erste Ulmer Führung (29:31) erzielte. Und dann fielen auch noch die 3-Punkte-Würfe. Dank zwei erfolgreicher Versuche von Klepeisz und einem von Jaron Blossomgame setzten sich die Ulmer auf 40:36 ab. Hauptsächlich der gut aufgelegte Mouhammadou Jaiteh sorgte bei Bologna dafür, dass sich die Ulmer nicht weiter absetzen konnte. Er erzielte bereits 15 Punkte in der ersten Halbzeit, die die Gäste aus Ulm trotzdem mit 45:43 für sich entschieden.

... Bologna nicht

Im dritten Viertel sahen die Zuschauer in der ausverkauften Arena eine Partie auf Augenhöhe. Keine der beiden Mannschaften konnte sich zunächst erfolgreich absetzen. Das lag auch an der sehr physischen und gut funktionierenden Ulmer Verteidigung, die dafür sorgte, dass die Hausherren immer wieder Würfe aus der Distanz nahmen - allerdings ohne Erfolg. Nur ein 3-Punkte-Wurf fand sein Ziel. Mitte des dritten Viertels erarbeiteten sich die Gäste so eine kleine Führung (61:56), die sie allerdings allerdings aufgrund von Unkonzentriertheiten in der eigenen Defensive schnell wieder verspielten. Nach einem unnötigen Foul im Anschluss an einen verpassten Rebound und einem schlechten Einwurf zwei Sekunden vor Schluss ging es mit 62:67 aus Ulmer Sicht in den Schlussabschnitt.

10:0-Lauf sorgt für die Entscheidung

Und wieder waren es die Distanzwürfe, die die UImer zurück in der Partie brachten. Sindariu Thornwell, Jaron Blossomgame und einmal mehr Thomas Klepeisz sorgten für die zwischenzeitliche 77:74-Führung der Gäste. Dann allerdings wendete sich das Blatt zu Gunsten der Gastgeber. Die versuchten es zwar weiterhin erfolglos aus der Distanz, konnten aber immer öfter den Rebound unter dem UImer Korb ergattern und sich einfache und erfolgreiche Abschlüsse erarbeiten. Nach einem 10:0-Lauf für Bologna in den letzten vier Minuten, war die Entscheidung zu Gunsten der Hausherren gefallen, die die Partie mit 83:77 für sich entscheiden konnten.

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