Jugendliche der Baskets Koblenz trainieren in einer Turnhalle in Koblenz-Lützel. (Foto: SWR)

Nach erfolgreicher Basketball-EM

Gibt es einen Jugend-Hype um Basketball?

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Constantin Pläcking
SWR-Reporter Constantin Pläcking aus dem Studio Koblenz. (Foto: SWR)

Nach dem dritten Platz der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft im eigenen Land, berichten Vereine wie die EPG Baskets Koblenz vor mehr Anmeldungen.

Für den Jugendkoordinator der EPG-Baskets Koblenz, Ralph Weiler, ist die Sache klar: "Es gibt einen Hype. Definitiv." Seit der aus deutscher Sicht erfolgreichen Europameisterschaft vor wenigen Wochen würden sich deutlich mehr Jungen und Mädchen für Basketball interessieren.

"Wir haben festgestellt, dass gerade im Jugendbereich sehr viele Kids in die Halle strömen", sagt er. Gerade bei den unter 12-Jährigen würden viele Kinder den Sport gerade ausprobieren wollen. Das würden sie auch in Schul-AGs merken. Die Kinder würden verstärkt nach den Trainingszeiten fragen.

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Die Trainingshallen werden knapp

"Wir haben dadurch auch jede Jugendmannschaft doppelt besetzt in ihrem Jahrgang", so Weiler, der gleichzeitig Vize-Präsident Jugend im Basketballverband Rheinland-Pfalz ist. Nicht nur bei den Jungs würden sie den Zulauf spüren, sondern auch bei den Mädchen.

"Es ist wirklich schwierig, allen Teams genügend Trainingszeit zur Verfügung zu stellen."

Doch der unerwartete Erfolg bringt auch Probleme. "Es ist wirklich schwierig, allen Teams genügend Trainingszeit zur Verfügung zu stellen", sagt Jugendcoach Viktor Schneider. "Sollten jetzt noch mehr Mannschaften entstehen, dann würde es für die gar keine Trainigszeiten mehr geben. Die sind zu 100 Prozent erschöpft." Auch ausgebildete Trainerinnen und Trainer gebe es nicht viele, sagt Ralph Weiler.

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Dennis Schröder ist bei den Jugendlichen das Idol

Für die Jugend-Spieler der U12 und U14 gibt es nach der EM nur noch ein Idol: Deutscher Nationalspieler und NBA-Star Dennis Schröder von den Los Angeles Lakers. Schröder sei deswegen ein Vorbild, "weil der viele Körbe gemacht hat und sehr klein ist und trotzdem sehr gut ist", sagt einer der U12-Spieler über den 1,85 Meter großen Point Guard.

"Dennis Schröder, weil der viele Körbe gemacht hat und sehr klein ist und trotzdem sehr gut ist."

Auch ein anderer Spieler hat in Koblenz einen großen Namen: Isaac Bonga. Der Bayern-Profi und ehemalige NBA-Spieler hat seine Karriere in der Koblenzer Jugend begonnen. Der Traum von der Profi-Karriere ist groß. Deswegen versuchen die EPG-Baskets Koblenz auch die Nähe der Jugend zum eigenen Profi-Team, das in der dritthöchsten Klasse in Deutschland spielt, eng zu halten. So gebe es beispielsweise gemeinsames Training und Treffen mit dem Profis.

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