Markus Gaugisch (Foto: IMAGO, wolf-sportfoto )

Landessportverband BW

Markus Gaugisch ist Trainer des Jahres 2022

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Mit der SG BBM Bietigheim holte Markus Gaugisch 2022 das Tripple aus Meisterschaft, Pokalsieg und European League. Am Dienstag erhält er dafür den Trainerpreis 2022.

Markus Gaugisch sagt über sich selbst, er sei "ein Arbeitstier". Ein sehr erfolgreiches noch dazu. Denn der 48-Jährige ist mit den Handballerinnen der SG BBM Bietigheim nicht nur Deutscher Meister, Pokalsieger und European-League-Sieger geworden, seit April 2022 ist Gaugisch zusätzlich Bundestrainer der deutschen Handballerinnen. Aufgrund dieser Leistung hat die Jury des Landessportverbands Baden-Württemberg Gaugisch zum Trainer des Jahres gewählt.

Der gebürtige Göppinger, der als Spieler im Jahr 2002 mit dem VfL Pfullingen in die 1. Handball-Bundesliga aufstieg, startete seine Trainerkarriere 2008 bei den Männern des TSV 1893 Neuhausen als Co-Trainer von Kurt Reusch, dessen Cheftrainerposten er ein Jahr später übernahm. Im Sommer 2020 wurde er neuer Cheftrainer der Handballerinnen der SG BBM Bietigheim und übernahm erstmals ein Frauenteam. Mit den Spielerinnen konnte er in der vergangenen Saison viele Erfolge feiern.

 v.li. Athletikcoach Felix Bauer (Bietigheim), Torwarttrainer Vicente Alamo (Bietigheim), Trainer Markus Gaugisch (Bietigheim), Co-Trainer Frederick Griesbach (Bietigheim). Die viel Männer halten die Meisterschale und lächeln in die Kamera. (Foto: IMAGO, wolf-sportfoto)
Athletikcoach Felix Bauer, Torwarttrainer Vicente Alamo, Trainer Markus Gaugisch und Co-Trainer Frederick Griesbach (v.li.) mit der Meisterschale wolf-sportfoto

Gaugisch hat große Ziele mit der Nationalmannschaft

Ähnliche Erfolge will er auch als Nationaltrainer erreichen. Dafür hat er sich hohe Ziele gesteckt. "Ich will Nationalspielerinnen weiterentwickeln", sagt er, "die aktuellen wie auch die künftigen". Sollten ihm mit der Nationalmannschaft die Qualifikationen für die Olympischen Spiele 2024 in Paris gelingen, verlängert sich sein bis 2024 laufender Vertrag bis April 2026. Damit wäre er auch während der Weltmeisterschaft in Deutschland und den Niederlanden Bundestrainer der deutschen Handballerinnen.

Noch steckt er im Korsett aus Bundesliga, Pokal und Champions League. Auch wenn es auf internationaler Bühne zuletzt nicht ganz so erfolgreich lief, gibt sich der Trainer kämpferisch: "Wir sind noch in allen Wettbewerben und haben noch viele Ziele vor uns." Noch bis Ende der Saison 2022/23 bleibt er Trainer der SG BBM Bietigheim. Danach wird er sich voll auf seinen Job als Bundestrainer konzentrieren. Gaugisch sagt: "Meine Frau wird sich freuen, wenn ich nur noch den Job als Bundestrainer habe."

Ehrenpreis für das Lebenswerk 2022: Werner Späth

Die Sindelfinger Leichtathletik-Trainer Werner Späth wurde mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Seit 1970 ist der gelernte Elektromechaniker ehrenamtlich als Lauftrainer tätig. "Heute als Rentner weiß ich nicht mehr, wie ich das zeitlich geschafft habe, aber es ging. Einmal gab es zwei Wochen Sonderurlaub zu den Olympischen Spielen", erinnert er sich. Er habe immer Freude daran gehabt, mit jungen Leuten zu arbeiten und sie zu Höchstleistungen zu motivieren.

Die Ehrung will Späth mit seinen "Mädels" feiern - so nennt er "seine" Athletinnen. Elfgard Schittenhelm, Heidi-Elke Hudak-Gaugel, Ulrike Sarvari, Stephanie Kampf, Birgit Hamann-Wolf, Nadine Hildebrand und Carolina Krafzik – alle hat er zu den Olympischen Spielen geführt. "Werner ist ein absolut einzigartiger Trainer, für ihn steht immer die Athletin im Vordergrund", sagt die ehemalige deutsche Hürden-Läuferin Nadine Hildebrand.

Werner Späth lächelt in die Kamera. er trägt eine blaue Trainingsjacke. (Foto: IMAGO, Pressefoto Baumann )
Werner Späth trainiert die Leichtathletin Nadine Hildebrand im Jahr 2011 Pressefoto Baumann

Drei weitere Ehrenpreise und ein Sonderpreis

Um die Vielfalt des Sports zu zeigen, wurden in diesem Jahr gleich drei weitere Ehrenpreise vergeben. Leichtathletik-Trainer Florian Bauder (Filderstadt) wurde als Nachwuchstrainer des Jahres ausgezeichnet. Yuliya Raskina, Landestrainerin am Gymnastik-Stützpunkt Schmiden, erhielt die Auszeichnung für Integration und die Heidelberger Rugby-Trainer Jan Ceselka und Maximilian Pietrek den Preis für besondere Verdienste um den Sport in Baden-Württemberg als Trainerteam. Der Karate-Trainer Köksal Cakir (Ludwigsburg) erhielt den Sonderpreis.

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