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Max Lang aus dem pfälzischen Mutterstadt hat in Moskau die zweite EM-Goldmedaille im Stoßen für die deutschen Gewichtheber gewonnen. Die Freude über den größten Erfolg seiner Karriere kannte beim 28-Jährigen keine Grenzen.

Nach dem größten Erfolg seiner Karriere gönnte sich Max Lang erstmal ein kaltes Bier. Mit der EM-Goldmedaille in seiner Paradedisziplin Stoßen hatte der Gewichtheber vom AC Mutterstadt am Dienstagabend in Moskau "im Leben nicht" gerechnet.

Mutterstadt

Gewichtheben Max Lang aus Mutterstadt gewinnt zweites deutsches EM-Gold

Gewichtheber Max Lang hat bei den Europameisterschaften in Moskau im Stoßen die zweite Goldmedaille für das deutsche Team gewonnen.  mehr...

"Bin super stolz"

"Ich genieße jetzt den Moment und bin super stolz, dass ich es tatsächlich zu einer Medaille geschafft habe", sagte Lang dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Endlich mal etwas, das ich in der Hand halten und zeigen kann."

Das Meisterstück für Max Lang

So richtig glauben konnte der 28-Jährige sein Meisterstück knapp eineinhalb Stunden nach dem Wettkampf in der Klasse bis 73 kg noch nicht. "In mir überschlagen sich die Ereignisse. Ich habe es noch gar nicht richtig realisiert", sagte Lang, der die zweite EM-Goldmedaille im Stoßen für den Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG) innerhalb von drei Tagen holte.

"Hatten wir so nicht auf dem Schirm"

"Die Goldmedaille für Max hatten wir vor dem Wettkampf jetzt nicht so auf dem Schirm", gab Bundestrainer David Kurch zu, der sich deshalb umso mehr für seinen Schützling freute: "Für ihn ist das eine Riesen-Nummer. Bislang hat er immer zuschauen müssen, wie andere das Ding holen."

Lang zeigte auf der Wettkampfbohle in der russischen Hauptstadt drei blitzsaubere Versuche im Stoßen. Auf 175 kg ließ er 180 kg und die entscheidenden 185 kg folgen, auf die die Konkurrenz keine Antwort mehr fand. Nach mäßigen 145 kg im dritten Versuch im Reißen belegte Lang im Olympischen Zweikampf mit insgesamt 330 kg den sechsten Rang.

Müller holt Bronze im Reißen

In der Klasse bis 81 Kilogramm Körpergewicht holte sich am Mittwochabend der Obrigheimer Nico Müller Bronze im Reißen. Der 27-jährige Sportsoldat schaffte 158 Kilo in dieser Teildisziplin. Im Stoßen schrammte er allerdings nur knapp an einer Blamage vorbei. Erst im dritten Versuch bewältigte er 188 Kilo. In der olympischen Zweikampfwertung wurde er mit 346 Kilo Fünfter. Den Zweikampf-Titel gewann der Italiener Antonino Pizzolato mit dem Europarekord von 370 (Reißen 164/Stoßen 206) Kilo. Der erst 16 Jahre alte Bulgare Karlos Nasar stellte im Stoßen (206 kg) einen Europarekord auf und wurde Zweikampf-Zweiter (369 kg).

Die EM dient der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio, zu denen der deutsche Verband maximal je vier Frauen und Männer schicken kann. Bei Olympia wird im Gegensatz zu Welt- und Europameisterschaften nur der Titel im Zweikampf vergeben.

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