Der ehemalige Bundestrainer Joachim Löw. (Foto: IMAGO, IMAGO / Ulrich Hufnagel)

Landessportverband BW

Jubiläumspreis für Joachim Löw - Armen Mkrtchyan ist Trainer des Jahres 2021

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Sie motivieren, fördern, fighten, organisieren, korrigieren - die Trainer und Trainerinnen in Baden-Württemberg arbeiten oftmals unermüdlich im Hintergrund am Erfolg ihrer Schützlinge. Der Landessportverband Baden-Württemberg hat nun einige von ihnen ausgezeichnet.

"Du wusstest schon damals, dass ich Großes erreichen kann oder erreichen werde", sagte Olympiasiegerin Aline Rotter-Focken in der Laudatio über ihren Trainer Armen Mkrtchyan. Bei den Olympischen Spielen in Tokio gewann sie als erste deutsche Ringerin überhaupt eine Goldmedaille im Schwergewicht. Nun ist der Mann, der Aline Rotter-Focken in Tokio zu Gold führte, vom Landessportverband BW als "Trainer des Jahres 2021" ausgezeichnet worden.

Trainer des Jahres 2021: Armen Mkrtchyan

Der 48-Jährige ist seit etwa fünf Jahren für die Betreuung der deutschen Ringerinnen am Bundesstützpunkt in Freiburg zuständig. Seine Ambitionen waren schon zu Beginn groß: "Mein Ziel war von Anfang an, dass sich eine meiner Athletinnen für die Olympischen Spiele qualifiziert und dann eine Medaille gewinnt." Mit Aline Rotter-Focken hat er eine Athletin genau dahin geführt. Er habe ihr in fast jedem Training vor den Spielen gesagt, dass sie in Tokio gewinnen könne, dass sie Olympiasiegerin werden könne, sagte die Athletin, die mittlerweile ihre Karriere beendet hat.

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Mkrchtyan, der für den KSV Aalen und AV Reilingen in der Bundesliga gerungen hat, sieht seinen Anteil am Olympiasieg eher bescheiden: "Wir haben Tag und Nacht gearbeitet, ich habe versucht, Aline so viel wie möglich beizubringen." Rotter-Focken freute sich, dass die Arbeit von Armen Mkrtchyan mit der Auszeichnung wertgeschätzt wird, denn er sei nicht nur als Trainer etwas ganz Besonderes, sondern auch als Mensch ein "riesengroßer Gewinn."

Jubiläumspreis an Joachim Löw

Im Gegensatz zu Armen Mkrtchyan stand Fußball-Bundestrainer Joachim Löw viel und oft im Rampenlicht. Allerdings habe er dabei seine enge Bindung zur Heimat in Südbaden stets betont und aufrechterhalten, sagte die Präsidentin des Landessportverbandes BW, Elvira Menzer-Haasis, über den Weltmeister-Trainer von 2014. Unter anderem deshalb bekam er am Freitag vom Landessportverband den Jubiläumspreis verliehen. "Joachim Löw ist eine herausragende Persönlichkeit, der mit seiner Ruhe, Besonnenheit und Ausstrahlung sowie seinen öffentlichen Auftritten und Aussagen wichtige Werte lebt und damit Deutschland und den Südwesten nicht nur aus sportlicher Perspektive hervorragend vertritt", ergänzte Kultus- und Sportministerin Theresa Schopper. Es seien so auch nicht nur die sportlichen Erfolgen, sondern ebenso die Werte, für die der ehemalige Bundestrainer steht, ausschlaggebend gewesen für die Verleihung.

Joachim Löw und das Pokalfinale des SC Freiburg

Er freue sich natürlich über die Auszeichnung, so Joachim Löw im SWR-Interview nach der Veranstaltung. Dabei blickte er auch auf das Pokalfinale seines ehemaligen Vereins SC Freiburg. Er glaubt, dass die Breisgauer den Leipzigern die Stirn bieten können. Dass Leipzig bereits im Pokalfinale stand, könne ein psychologischer Vorteil sein, aber Freiburg sei alles zuzutrauen, so der Ehrenspielführer des Sport-Clubs.

Schanzenteam aus Titisee-Neustadt ausgezeichnet

Ebenso wichtig wie die Trainerinnen und Trainer sind auch die Ehrenamtlichen, die den Sport am laufen halten. An der Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt sorgt im Winter ein ganzen Team an Ehrenamtlichen für internationalen Spitzensport im Schwarzwald. Chef des etwa 35-köpfigen Neustädter Schanzenteams ist Joachim Häfker, der die Aufgaben rund um das Weltcup-Skispringen zusammenfasst: "Das Team ist dafür zuständig, dass das Weiß auf die Schanze kommt." Das sei ein "Riesenaufwand". Das Schanzenteam wurde mit dem Sonderpreis des Landessportverbands geehrt. LSVBW-Präsidentin Menzer-Haasis begründete: "Das Ehrenamt ist die Basis für das Spitzensportland Baden-Württemberg und der Garant für die vielen Erfolge im Sport." Die Neustädter hätten sich teils unter schwierigen Bedingungen auf zwölf Weltcupveranstaltungen – elf für die Männer, eine für die Frauen - seit 2001 vorbereitet, so der Landessportverband.

Weitere Preisträger: Reitmeister Karl-Heinz Streng (Mosbach) wurde mit dem Preis für das Lebenswerk geehrt. Der Bundestrainer im Sitzvolleyball, Rudi Sonnenbichler (Hoffenheim), erhielt einen Sonderpreis.

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