Christian Wölfelschneider (Foto: SWR)

Futsal | Bundesliga

Christian Wölfelschneider - der Mann der Futsal nach Rheinhessen gebracht hat

STAND

Christian Wölfelschneider ist Pionier unter den Futsalern und hat die Sportart nach Rheinhessen gebracht. Er ist Lehrer, Familienvater und Spielertrainer in der Bundesliga.

In Deutschland ist Futsal eine noch junge Sportart, erinnert irgendwie an Fußball und ist doch anders. Der Mainzer Christian Wölfelschneider kam 2010 auf einem Turnier das erste Mal mit dem Sport in Berührung und brachte ihn nach Rheinhessen.

Mainz ist Gründungsmitglied der neuen Bundesliga

2014 meldete Wölfelschneider sein Team aus Mainz-Bretzenheim bei Kreismeisterschaften an und belegte den dritten Platz. Bei der Studenten-Weltmeisterschaft 2016 in Brasilien wurde das Feuer in ihm richtig entfacht. "Da habe ich dann auch wirklich erstmal gesehen und mir eingebildet zu verstehen, was Futsal dort bedeutet", berichtet der 32-Jährige.

Nun ist er Trainer und Torhüter bei der TSG 1846 Mainz. Dieses Jahr wurde die Futsal-Bundesliga ins Leben gerufen, die Rheinhessen qualifizierten sich direkt und kämpfen mit neun anderen Mannschaften um den Titel. Nach drei Spieltagen stehen die Mainzer mit einer Niederlage, einem Unentschieden und einem Sieg auf Tabellenplatz vier.

Einer, der für seine Leute da ist

Christian Wölfelschneider ist Familienvater, Lehrer und Spielertrainer in der Bundesliga. In allen Bereichen nimmt er sich für sein Umfeld Zeit und das wird ihm hoch angerechnet. "Er ist loyal und hat für jeden von uns ein offenes Ohr", beschreibt ihn Teamkollege und Freund Marcus Nungesser.

"Wolf", wie er auch genannt wird, besucht seine Freunde Marcus Nungesser und Timo Ernst oft in ihrer WG. "Er ist immer da für mich und dann nehme ich seine kleine Schwäche für unser Essen auch gerne hin", lacht WG-Bewohner Timo Ernst, denn der erste Weg von Wölfelschneider geht oft zielstrebig zum Kühlschrank.

Ein Hunterprozent-Typ

Wölfelschneider gibt immer 100 Prozent, baute neben Beruf und Familie ein Team auf und zeigt auch auf dem Spielfeld Höchstleistung. Während viele Spieler kommen und gehen, war er von Anfang an dabei. "Chris ist unser Verein, Chris ist unser Team", erklärt Timo Ernst.

Lange Zeit war das Futsal-Team nur Anhang der Fußball-Abteilung beim Sportverein in Mainz-Bretzenheim, doch dank Wölfelschneiders Leidenschaft und Engagement ist Futsal vor drei Jahren eine eigene Abteilung geworden.

Torhüter und Teamleader

Die Abteilung wächst und wird immer professioneller. Mit der Teilnahme an der Bundesliga kommt auch mehr Organisationsaufwand auf den Mainzer zu. Mittlerweile hat er aber Unterstützung im Trainerteam und kann sich zwischendurch einfach mal nur auf seine Funktion als Torhüter konzentrieren.

Seinen Platz zwischen den Pfosten hat er nicht, weil er das Sagen hat, sondern weil er einfach gut in dem ist, was er tut. "Der wirft sich in jeden Ball rein. Augen zu und durch. Das ist vielleicht eine Macke von ihm! Ansonsten will ich ihm nicht zu nahe treten", lacht Mannschaftskamerad Jonathan Trost. Er hat also doch Macken, aber nicht allzu viele. Und keine, die ihm wirklich krumm genommen wird.

"Freundschaft, Begeisterungsfähigkeit und Leidenschaft!"

Eine Freundesbande in der Bundesliga

"Sein Anteil an unserem Erfolg ist riesig, eigentlich schwer in Worte zu fassen. Er ist immer noch Ansprechpartner Nummer Eins", sagt Nungesser. Die Mainzer können nicht von ihrem Sport leben, aber Wölfelschneider nimmt sich gerne Zeit für die Mannschaft und bereitet sie immer wieder auf die nächsten Gegner vor und das weiß die Freundesbande aus Mainz-Bretzenheim zu schätzen.

Die meistgeklickten Artikel auf swr.de/sport

Freiburg

Fußball | Bundesliga Freiburgs nüchterner Blick auf das 6:0-Spektakel in Mönchengladbach

Der SC Freiburg hat Borussia Mönchengladbach mit 6:0 abgefertigt und dabei alle sechs Tore in der ersten Halbzeit geschossen. Coach Christian Streich nimmt es gelassen hin.  mehr...

Stuttgart

Corona und Sport Rückwärtssalto bei 2G Plus - Ausnahmen bestätigen die Regel

Keine 24 Stunden hielt die 2G-Plus-Regel in Baden-Württemberg, um beispielsweise in Fitnessstudios trainieren zu dürfen. Unter bestimmten Voraussetzung reicht 2G nun doch.  mehr...

Mannheim

Fußball | 3. Liga Waldhof Mannheim punktet nach glücklichem Last-Minute-Treffer

Mit einem Last-Minute-Treffer hat sich Waldhof Mannheim gegen den SV Wehen Wiesbaden doch noch einen Punkt gesichert. Allerdings ging dem Ausgleich ein Foul voraus.  mehr...

STAND
AUTOR/IN