Die leere Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

CORONA-BESCHRÄNKUNGEN

Stuttgart ohne Zuschauer, Ausnahme in Heidenheim

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Die Landesregierung in Baden-Württemberg untersagt ab Samstag Großveranstaltungen mit mehr als 750 Personen.

Großveranstaltungen werden angesichts der sich zuspitzenden Corona-Krise in Baden-Württemberg untersagt. Laut Informationen der Deutsche Presse-Agentur wird für sämtliche Veranstaltungen wie Fußballspiele oder Kulturveranstaltungen künftig eine harte Obergrenze von 750 Personen gelten. Demnach sollen die Regeln am Samstag in Kraft treten.

Diese anstehenden Fußball-Partien am Wochenende sind von der neuen Regelung betroffen:

  • SV Sandhausen - Paderborn (Samstag, 13:30)
  • TSG Hoffenheim - Eintracht Frankfurt (Samstag, 15:30)
  • Heidenheim - Regensburg (Sonntag, 15:30)
  • VfB Stuttgart - Hertha BSC (Sonntag, 15:30)

Es bleibt abzuwarten, wie die Vereine mit der neuen Regel umgehen werden und ob aufgrund der Kurzfristigkeit oder logistischen Herausforderungen tatsächlich Zuschauer in den Stadien sein werden. VfB-Vorstandschef Thomas Hitzlsperger hatte bereits Anfang der Woche erklärt, dass sich die Stuttgarter darauf einstellen, die verbleibenden beiden Bundesliga-Heimspiele ohne Zuschauer zu bestreiten.

Keine Zuschauer in Hoffenheim

Die TSG Hoffenheim gab am Mittag in einer Pressemeldung bekannt, dass beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Samstag 15:30) die Ränge leer bleiben werden. TSG-Geschäftsführer Frank Briel: "Dieser Beschluss ist für uns natürlich gleichbedeutend mit der Rückkehr zu sogenannten Geisterspielen. Wir bedauern dies sehr. Die Lage bleibt für uns alle weiterhin sehr herausfordernd. Natürlich hätten wir uns gewünscht und auch zugetraut mit Hilfe unseres etablierten strengen Hygiene-Konzeptes zumindest einen deutlich kapazitätsbeschränkten Spielbetrieb durchführen zu dürfen. Aber wie auch in der Vergangenheit, werden wir gemeinsam diese neue Situation annehmen und unseren Teil zur Eindämmung des Infektionsrisikos leisten." Biel weiter: "Dennoch bleibt festzuhalten, dass viele Experten weiterhin keine Gefahr sehen, sich bei solch einer Freiluftveranstaltung und den damit verbundenen hohen Hygienerichtlinien mit Corona zu infizieren. Die dazu erhobenen Studien für die Bundesliga bestätigen dies bislang." Die Partie Regionalliga-Partie der U23 gegen VfB Stuttgart II am heutigen Freitag im Dietmar-Hopp-Stadion (19 Uhr) ist davon nicht betroffen.

VfB Stuttgart ohne Zuschauer gegen Hertha BSC

"Die Situation stellt uns ebenso wie den gesamten organisierten Sport vor fast unlösbare Herausforderungen", sagte Stuttgarts Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger am Freitag. "Aber wir sind Sportler. Deshalb kämpfen wir weiter, sowohl auf dem Platz als auch darum, dass wir mit unseren bewährten Infektionsschutzkonzepten unter 2G-Bedingungen baldmöglichst unsere Fans zurück ins Stadion bekommen." Der VfB empfängt am Sonntag Hertha BSC.

Sandhausen nutzt die Obergrenze

Der SV Sandhausen schreibt auf seine Webseite, dass alle vor Freitag verkauften Tickets ungültig sind. Bis Freitag 17 Uhr konnten sich jedoch 750 Karten-Inhaber über das Ticket-Portal auf der Club-Homepage kostenlose Ersatztickets freischalten lassen. DIe Tickets wurden in der Reihenfolge der Anfragen vergeben.

Heidenheim nutzt Übergangslösung für mehr Zuschauer

Zwar gilt auch beim Zweitliga-Spiel Heidenheim gegen Regensburg morgen auch in der Voith-Arena, eine Zuschauer-Begrenzung. Aufgrund der sehr kurzfristigen neuen Corona-Verordnung des Landes können noch einmal mehr Zuschauer in die Voith-Arena als 750. Das hat der FCH-Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald am Samstagmorgen dem SWR bestätigt.

Aufgrund der strengen Regeln erwarte der Verein, dass nur sehr wenige Besucher in die Voith-Arena kommen, obwohl schon weit mehr Karten verkauft wurden. Sollten es doch mehr sein, habe die Landesregierung wohl eine Übergangslösung in Aussicht gestellt. Heimgeschickt werde niemand, so der Sprecher. Der 1. FC Heidenheim wolle die Corona-Landesverordnung bestmöglich umsetzen, heißt es von Vereinsseite.

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