Footballer David Bada und Jakob Jonson (Foto: SWR)

NFL | American Football Traum vom Super Bowl – die NFL zum Greifen nah

Jakob Johnson von den Stuttgart Scorpions und David Bada von Schwäbisch Hall Unicorns haben ein Ziel: die NFL. Der Traum vom Super Bowl könnte für sie Wirklichkeit werden.

Die Geschichten von Jakob Johnson (24) und David Bada (23) könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine ist Sohn eines US-Amerikaners und aufgewachsen in Stuttgart, der andere ist Sohn eines Togolesen und gebürtig aus München. Aber dennoch eint die beiden eine Sache: Den Traum einer Karriere in der amerikanischen National Football League (NFL) wahr werden zu lassen.

International Player Pathway Program statt Draft

Möglich ist dies, über das International Player Pathway Program. Dabei erhalten Spieler die Möglichkeit, in das sogenannte Practice Squad (Trainings-Team) von vier NFL-Teams zu gelangen, um sich dort zu beweisen. Insgesamt kämpfen acht Athleten um die Aufmerksamkeit der Teams. Der Weg dorthin ist hart. In täglichen Trainingseinheiten gilt es, Trainer und Scouts zu überzeugen.

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Der Weg in die NFL

Jakob Johnson begann mit 13 Jahren bei den Stuttgart Scorpions American Football zu spielen. 2013 wagte er den Sprung nach Amerika an die Jean-Ribault High School in Jacksonville, Florida. Ein Jahr später ging er an die Universität von Tennessee nach Knoxville für den nächsten Schritt Richtung Profikarriere in der NFL. Nach vier Jahren und 51 Spielen für die Uni-Mannschaft "Volunteers" kehrte er 2018 nach Stuttgart zurück, um noch eine Saison für die Scorpions als Tight End auf dem Feld zu stehen.

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David Bada hat im Jahr 2013 bei den Munich Cowboys mit dem Football angefangen. Über Ingolstadt kam er 2018 nach Schwäbisch Hall. In seiner ersten Saison mit den Unicorns gewann der Defensive Liner direkt die deutsche Meisterschaft in der German Football Leaue (GFL).

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Beim NFL-Draft im April kann Bada, der einen Realschulabschluss besitzt und in Schwäbisch Hall als Handwerker arbeitet, nicht teilnehmen: "Um sich beim Draft anzumelden, benötigt man einen College-Abschluss oder Abitur. Beides besitze ich nicht und kann mich deshalb nicht anmelden." Johnson hingegen war 2018 bereits beim Draft angemeldet, wurde aber nicht ausgewählt. Eine zweite Anmeldung ist nicht möglich. Der Traum in der NFL zu spielen, ist aber für beide nicht geplatzt.

Gegenseitige Unterstützung

Getroffen haben sich die beiden nur als direkte Gegenspieler auf dem Spielfeld. Die Duelle konnte Bada mit den Schwäbisch Hall Unicorns jeweils als Sieger für sich verbuchen. Seit dem 10. Januar arbeiten beide in Bradenton (Florida) gemeinsam an ihrem Ziel. In jeder Trainingseinheit gehen sie zusammen an ihr Limit.

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Dem Super Bowl in Atlanta so nah

Das größte Einzelsportevent der Welt – der Super Bowl – erleben die beiden nur einige Hundert Kilometer entfernt vom Austragungsort Atlanta. Durch seine Zeit bei den Tennessee Volunteers kennt Jakob Johnson noch einen früheren Mitspieler, der mit den Los Angeles Rams den Titel gegen die New England Patriots gewinnen möchte. "Natürlich ist es für jeden Football-Spieler der Traum, den Super Bowl zu gewinnen, so wie es Tom Brady mehrfach geschafft hat. David und ich freuen uns, dieses Event hier in den USA erleben zu können und hoffen, zukünftig bei einem Team unterzukommen", so Johnson.

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Und wer weiß, vielleicht halten auch David Bada und Jakob Johnson einmal die Vince-Lombardi-Trophy in den von Konfettiregen überzogenen Nachthimmel. Aber zuvor heißt es, gemeinsam in Bradenton für den großen Traum zu arbeiten und zu kämpfen.

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