Mit dem Sieg gegen Portugal hat sich Samy Füchsel (hier im Duell mit dem Portugiesen Jacques Roux) für die WM-Playoffs gegen Samoa qualifiziert. (Foto: Imago, Juergen Kessler)

Rugby | WM-Qualifikation Deutschland glaubt noch an die WM-Qualifikation

In Samoa hat die deutsche Rugby-Nationalmannschaft das erste Spiel der WM-Playoffs verloren. Dennoch träumt die DRV-XV vor dem Rückspiel am Samstag in Heidelberg weiter von der WM.

Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft glaubt weiter fest an die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2019 in Japan, will im ersten Schritt aber erst einmal Schadenbegrenzung betreiben. "Wir gehen am Samstag auf den Platz, geben über 80 Minuten alles, was wir haben, sodass wir am Ende sagen können: Das war die deutsche Rugby-Nationalmannschaft, das ist das, was wir können", sagte Nationaltrainer Kobus Potgieter vor dem Rückspiel in der WM-Qualifikation gegen Samoa.

Das Hinspiel hatte die Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) auf der Südsee-Insel deutlich mit 15:66 verloren und ist am Samstag (16.00 Uhr) im Rückspiel in Heidelberg ebenso krasser Außenseiter. Laut Kapitän Julius Nostadt hatte man Samoa vor allem aufgrund der Physis nichts entgegenzusetzen. "Da müssen wir uns rantasten", sagte der 25-Jährige. Potgieter hat sich schon eine Strategie zurechtgelegt: "Ein klarer Schwachpunkt in unserem Spiel war die Verteidigung. Daran haben wir gearbeitet", sagte der Coach, "dazu hatten wir ein paar Punkte aufgedeckt, mit denen wir Samoa unter Druck setzen können."

Noch eine Chance nach Samoa

Doch das Spiel gegen Samoa ist nicht die letzte Chance, sich erstmals für eine WM zu qualifizieren. Sollte sich Deutschland gegen Samoa erwartungsgemäß nicht für das Turnier 2019 in Japan qualifizieren, hätte man beim Repechage-Turnier im Herbst in Frankreich noch eine letzte Möglichkeit. Wie der Weltverband IRB am Donnerstag in Dublin mitteilte, findet das Repechage-Turnier, bei dem der Letzte von 20 Teilnehmern ermittelt wird, am 11., 17. und 23. November in der südfranzösischen Hafenstadt Marseille statt.

Als Vorbereitung auf das Turnier im Herbst könne das Spiel am Samstag aber nicht gelten", meint Kapitän Nostadt, "denn diese Spiele sind einfach noch zu weit weg. Bis dahin kann noch viel passieren". Potgieter geht dennoch positiv ins Rückspiel: "Es ist immer etwas Besonderes, für das Nationalteam aufzulaufen, umso mehr, wenn es gegen solche namhaften Gegner geht. Wir werden ein weiteres Mal einen guten Eindruck bekommen, von dem Niveau, das uns unter Umständen auch beim Repechage-Turnier im Herbst gegen Kanada, Hongkong und den Zweiten der Afrika-Meisterschaft erwarten wird."

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