In Aktion: Richard Schmidt im Deutschland Achter (Foto: SWR)

Rudern | Weltmeisterschaft Kein Achter ohne Richard Schmidt

Der Trierer Richard Schmidt ist seit Jahren die große Konstante im Deutschland-Achter. Jetzt peilt er mit dem deutschen Ruder-Flagschiff in Bulgarien seinen fünften WM-Titel an.

Die Plätze im Deutschland-Achter werden jedes Jahr neu vergeben. Ruderer kommen und gehen über die Jahre, nur einer bleibt: Richard Schmidt. Der Trierer ist seit zehn Jahren die große Konstante im Deutschland-Achter. Egal ob WM, EM oder Olympische Spiele –
Schmidt war immer dabei.

Bundestrainer ist voller Lob

"Richard ist sehr leistungsstark und konsequent. Sonst könnte man über eine so lange Zeit nicht immer ganz vorne sein", sagt Bundestrainer Uwe Bender und betont dabei: "Er hat immer wieder die Leistung nachgewiesen, die ihn in den Achter gebracht hat."

WM-Titel im Visier

Schmidt hat in seiner Karriere schon fast alles gewonnen: Olympia-Gold 2012 in London und vier WM-Titel. Jetzt will er in Bulgarien seinen fünften großen Titel. "Wir haben in diesem Jahr alle Weltcups gewonnen, jetzt wollen wir auch hier gewinnen", sagt Schmidt selbstbewusst. Dass er nach zehn Jahren im Achter so etwas wie der inoffizielle Weltrekordler ist, hat er selbst nicht gewusst. "Das ist mir auch egal", sagt er mit der für ihn typischen Bescheidenheit.

Der Deutschland-Achter mit Richard Schmidt (Foto: Imago, Sven Simon)
Der Deutschland-Achter mit Richard Schmidt Imago Sven Simon

Auch wenn er trotz seiner vielen Titel auf den Straßen selten erkannt wird, ist er doch inzwischen das "Gesicht" des Achters. Der mangelnde Bekanntheitsgrad stört ihn nicht: "Da bin ich eigentlich froh darüber. Ich mache das ja für mich, nicht für andere."

Souverän ins Finale

Am Mittwoch unterstrich der Deutschland-Achter seine Titelambitionen bei den WM eindrucksvoll. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) gewann seinen Vorlauf souverän vor Italien und dem EM-Zweiten Niederlande und zog damit auf direktem Weg ins Finale am Sonntag (12.15 Uhr) ein.

Karriereende Tokio 2020

Das ganz große Ziel sind aber die Olympischen Spiele in Tokio 2020. Bis dahin will Schmidt im Achter dabei sein. Das Thema seiner Doktorarbeit mit dem Schwerpunkt "erneuerbare Energien" könnte auch das Motto seines Sportlerlebens sein. Vielleicht klappt es ja mit dem Olympiasieg 2020. Dann als Dr. Richard Schmidt. Es wäre die Krönung einer außergewöhnlichen Karriere.

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