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Leichtathletik | Team EM in Lille Deutschland holt EM-Gold

Die deutsche Mannschaft bei der Team-EM aufgetrumpft und sich die Gold-Medaille gesichert. Dafür kämpften auch die Stuttgarterin Marie-Laurence Jungfleisch und Gesa Felicitas Krause.

Die Stuttgarter Hochspringern Marie-Laurence Jungfleisch sprang 1,97 Meter bei der Team-EM in Lille

Hochspringern Marie-Laurence Jungfleisch sprang 1,97 Meter bei der Team-EM in Lille

EM-Gold für das mit Topstars gespickte DLV-Team, Topleistungen von Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch und Hürden-Läuferin Gesa Felicitas Krause: Die deutschen Leichtathleten haben sich sechs Wochen vor der WM (4. bis 13. August) in starker Frühform gezeigt und gehen mit viel Rückenwind auf die Zielgerade nach London. Die deutsche Mannschaft bei der Team-EM in Lille auch am Sonntag eine bärenstarke Leistung und setzte sich nach sieben Einzelsiegen in 40 Entscheidungen mit 321,5 Punkten vor Polen (295) und Frankreich (270) durch. Titelverteidiger und Rekord-Europameister Russland war als Konsequenz des Dopingskandals nicht startberechtigt.

Die Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch hat am Sonntag wichtige Punkte für die deutsche Mannschaft bei der Team-EM in Lille geholt. Mit 1,97 Metern stellte die 26-Jährige vom VfB Stuttgart im dritten Versuch ihre Saison-Bestleistung ein und musste sich der Polin Kamila Lićwinko nur knapp geschlagen geben, die die 1,97 Meter ibereits im ersten Versuch schaffte. "Ich bin super in den Wettkampf gekommen, obwohl ich leicht erkältet war", sagte Jungfleisch, "ich hatte erst vor kurzem die erste Technikeinheit. Da haben wir vor allem am Anlauf gearbeitet, das hat sich heute ausgezahlt."

Auch Alina unter den besten drei

Die Ulmer Läuferin Alina Reh lief bei der Team-EM in Lille über 5.000 Meter auf Platz drei.

Alina Reh lief bei der Team-EM in Lille über 5.000 Meter auf Platz drei

Auch die Ulmer Läuferin Alina Reh hat mit ihrem dritten Platz im 5.000-Meter-Lauf wichtige Punkte für den deutschen EM-Sieg geholt. Mit 15:32,50 lief sie hinter der Spanierin Ana Lozano (15:18,40 Minuten), und Julija Schmatenko aus der Ukraine (15:30,36) über die Ziel-Linie. Auch die Mannheimerinnen Nadine Gonska und Hannah Mergenthaler liefen mit Laura Müller (Rehlingen) und Sophia Spelmeyer (Oldenburg) in der 4x400-Meter-Staffel in die Top drei.

Weitere Punkte holten der 800-Meter-Läufer Christoph Kessler (Karlsruhe, Platz 9 mit 1:48,89 Minuten), der 3.000-Meter-Läufer Marcel Fehr (Schorndorf, Platz 5 mit 8:00,52 Minuten) und der Hammerwerfer Alexander Ziegler (Dischingen, Platz 7 mit 69,02 Metern).

Bei der Team-EM 2017 nehmen die besten elf Nationen Europas teil und sammeln in allen Disziplinen der Leichtathletik Punkte. Pro Disziplin gehen jeweils eine Athletin und ein Athlet pro Land an den Start. Für den ersten Platz gibt es elf Punkte, für den zweiten Platz zehn Punkte und für den letzten Platz einen Punkt. Alle gesammelten Punkte fließen in die Gesamtwertung für die jeweilige Nation. Normalerweise nehmen zwölf Mannschaften an der Team-EM teil.

Gesa Felicitas Krause holte zwölf Punkte für Deutschland

Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause

Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) holte den ersten Sieg fürs deutsche Team

Den ersten deutschen Sieg bei der Team-EM im französischen Lille landete Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) am Samstag über 3.000 Meter Hindernis. Die Europameisterin kam nach 9:27,00 Minuten unangefochten als Erste ins Ziel und holte damit elf Punkte für Deutschland. Nach dem ersten Tag hat die deutsche Mannschaft 166 Punkte gesammelt. Damit führt sie mit knappem Vorsprung vor Polen.

Im Stabhochsprung der Frauen sollte eigentlich Lisa Ryzih antreten. Allerdings musste sie wegen Rückenschmerzen auf ihre Teilnahme verzichten. Wenn keine Athletin an den Start geht, bekommt das gesamte Team für die entsprechende Disziplin null Punkte. Über 400 Hürden holten sowohl Jackie Baumann (LG Stadtwerke Tübingen) als auch Felix Franz (LG Neckar-Enz) mit ihrem siebten Platz fünf Punkte für ihr Team.

Hannah Klein und Timo Benitz in guter Form

Der Karlsruher Julian Howard blieb mit seinen 7,39 Metern deutlich unter seiner Saisonbestweite von 8,15 Metern und holte damit nur zwei Punkte für die Gesamtwertung. Hannah Klein aus Schorndorf und Timo Benitz von der LG Nordschwarzwald zeigten auf der Mittel- und Langstrecke ihre gute Form. Klein kam in einem starken Feld über 3.000 Meter auf den zweiten Platz. Benitz schob sich mit einem starken Finish über 1.500 Meter auf den dritten Platz und holte damit neun Punkte für Deutschland.