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OB Mentrup und KSC-Präsident Wellenreuther stehen mit IHK-Präsident Grenke vor einer Leinwand mit dem KSC-Logo und dem der Stadt Karlsruhe

KSC bekommt neues Stadion Wildparkverträge sind unterzeichnet

Der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther haben die Unterzeichnung der Verträge für den Neubau des Wildparkstadions als "historischen Moment" bezeichnet.


Die Verträge für das 113-Millionen-Euro-Projekt waren am Vormittag von beiden Seiten unterschrieben worden. Es beginne jetzt eine völlig neue Zusammenarbeit zwischen Stadt und KSC, sagte Oberbürgermeister Frank Mentrup. Neben der Kombilösung sei das Stadion die größte Aufgabe seiner Amtszeit. Die Stadt habe die Chance, mit einem modernen Fußballstadion ein neues Wahrzeichen zu errichten, betonte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther. Er nannte die Vertragsunterzeichnung ein "historisches Ereignis in der Geschichte des KSC".

Wellenreuther: "Grund zum Feiern"

Beide beglückwünschten sich vor Pressevertretern in der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe gegenseitig zum Vertragsabschluss und sprachen von harten Verhandlungen bis zum Schluss. Die Ausschreibung für das Projekt soll in den kommenden Wochen beginnen. Die Arbeiten könnten bereits in einem Jahr starten. Trotz der Verzögerung bei den Verhandlungen wird an der Fertigstellung der Arena mit neuer Infrastruktur im Jahr 2020 festgehalten.

Es ging um Details

Es war ein wochenlanger Streit zwischen dem KSC und der Stadt, die Verhandlungen über die Neubau-Verträge drohten darüber zu scheitern. Dabei ging es um viele Details. Ganz grundsätzlich hatte sich der Karlsruher SC als Pächter des neuen Stadions zu wenig beteiligt gefühlt. Der Verein wollte bei den letzten Gesprächen mit dem Bauunternehmer dabei sein, die Stadt als Bauherr wollte das nicht. Es ging um die Forderung des KSC nach zusätzlichen VIP-Parkplätzen, um das alleinige Nutzungsrecht für ein Parkhaus, am Ende auch um steuerliche Fragen, und plötzlich - kurz vor Schluss - auch nochmals um die Gesamtkosten und die Höhe der Pacht. Dass der SPD-Oberbürgermeister und KSC-Präsident als CDU-Mitglied des Bundestages politische Gegner sind, hat möglicherweise auch noch eine Rolle gespielt.

Wie geht es weiter?
Es gibt klare Fristen für den Bau und für die vom Gemeinderat abgesegnete Finanzierung: Die Stadt streckt das Geld vor, der KSC zahlt es über die Pacht zurück. Das alles gilt nur, wenn tatsächlich in einem Jahr der Bau beginnen kann. Dann muss die Ausschreibung abgeschlossen sein und die alte Haupttribüne abgerissen werden. Das Stadion im Wildpark wird Stück für Stück im laufenden Spielbetrieb neu gebaut und für knapp über 70 Millionen Euro auf ein Fassungsvermögen für 35.000 Besucher vergrößert. Dabei wird auch die Infrastruktur in der Umgebung erneuert: mit neuen Radwegen, Parkplätzen und Beleuchtung. Die Arbeiten sollen im Jahr 2020 abgeschlossen sein.