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Kommentar zum neuen FCK-Trainer "Ein Experiment, das funktionieren kann"

Der 1. FC Kaiserslautern hat mit Jeff Strasser einen ehemaligen Spieler zum Trainer gemacht. Kann der Luxemburger den FCK vor dem Absturz retten? SWR-Reporterin Sina Weber sagt: ja!

Sina Weber

SWR-Reporterin Sina Weber.

Jeff Strasser aus Luxemburg ist ein Experiment für den FCK. Und ein Experiment wollte Sportdirektor Boris Notzon in der aktuellen Situation eigentlich vermeiden. Aber Strasser ist ein Experiment, das durchaus funktionieren kann.

Klar, er war als Trainer bisher nur in Luxemburg tätig, hat da aber Fola Esch neu aufgestellt und professionalisiert – und dann zweimal den nationalen Titel geholt. Die zweite Bundesliga ist natürlich ein anderes Kaliber und die verunsicherte Mannschaft des FCK erst recht. Aber wenn Strasser das Team so mitreißen kann, wie er das zu seiner Zeit als Spieler auf dem Betzenberg mit den Fans getan hat, dann darf man hoffen.

Strasser weiß, wie man kämpft

Jeff Strasser

Jeff Strasser hospitierte 2015 unter Trainer Kosta Runjaic auf dem Betzenberg (Archivbild).

Fest steht: Er verkörpert die FCK-Tugenden Kampfgeist, Aufopferung und den Willen, etwas zu bewegen. Und er konnte der FCK-Führung wohl ein überzeugendes Konzept darlegen, wie er das Team wieder aufrichten möchte. Mit seinen 42 Jahren gehört Strasser zu den jüngeren Trainern, im vergangenen Jahr erst hat er den Fußball-Lehrer-Lehrgang des DFB abgeschlossen. Übrigens gemeinsam mit Julian Nagelsmann aus Hoffenheim und Domenico Tedesco von Schalke. Vielleicht ist ja auch das ein gutes Omen.

Die Aufgabe gegen Fürth ist allerdings alles andere als dankbar. Einfacher hätte Strasser es sich gemacht, die Mannschaft erst danach zu übernehmen und die Länderspielpause zu nutzen, den Roten Teufeln seine Spielidee näherzubringen. Aber Strasser kneift nicht. Er übernimmt sofort Verantwortung. Das ist mutig von ihm. Daher kann ich nur sagen: Gebt ihm eine faire Chance. Strasser kann es schaffen, den 1. FC Kaiserslautern zu retten.