Spieler des TVB Stuttgart vor Fans auf der Tribüne mit Maske (Foto: imago images, IMAGO / wolf-sportfoto)

Sport in Corona-Zeiten

So reagieren die Profi-Vereine auf die "Corona-Alarmstufe" in Baden-Württemberg

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REDAKTEUR/IN

In Baden-Württemberg gilt seit Mittwoch (17.11.) die "Alarmstufe". Damit verschärfen sich die Corona-Regeln. SWR Sport hat bei einigen Sportvereinen im Land nachgefragt, was die Verschärfung für sie bedeutet.

Die baden-württembergische Landesregierung hat zum 17. November die Corona-"Alarmstufe" ausgerufen. Wie wirken sich die verschärften Maßnahmen auf die Profi-Vereine im Fußball, Handball, Basketball und Volleyball aus? SWR Sport gibt einen Überblick.

Karlsruher SC: 2G und Maskenpflicht

Der Fußball-Zweitligist Karlsruher SC wird Heimspiele weiterhin unter 2G-Bedingungen austragen. Schülerinnen und Schüler bis 17 Jahre sind davon ausgenommen, da diese regelmäßig in der Schule getestet werden. Voraussetzung für den Einlass ist, dass diese asymptomatisch sind. Ebenso muss ein Schülerausweis, ÖPNV-Ticket oder ähnliches Nachweis-Dokument vorgezeigt werden. Das gleiche gilt für nicht impffähige Personen, die ein entsprechendes Attest mit Personalausweis mitführen. Jugendliche bis 17 Jahre, die nicht mehr zur Schule gehen, benötigen einen negativen Antigen-Testnachweis. Dies gilt auch für nicht impffähige Personen. Im gesamten Stadion gilt die Maskenpflicht.

Waldhof Mannheim: Von 3G auf 2G für Zuschauer

Beim Fußball-Drittligisten Waldhof Mannheim galt vor Einführung der Alarmstufe in BW, beziehungsweise vor der Länderspielpause, noch die 3G-Regel für die Zuschauer. Vor dem Topspiel des Tabellenfünften gegen den Tabellenzweiten VfL Osnabrück am Sonntag wurde auch bei den Kurpfälzern auf 2G inklusive Maskenpflicht umgestellt.

Keine großen Änderungen beim TVB Stuttgart

Beim Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart sind die Veränderungen durch die ausgerufene Corona-Alarmstufe in Baden-Württemberg überschaubar. Da alle Personen im Kader geimpft oder genesen sind, hat die Alarmstufe keine Auswirkungen auf den Trainings- und Spielbetrieb. Ein Unterschied zur Warnstufe ist, dass für die Zuschauer in der Halle ausschließlich die 2G-Regel gilt. In der Halle müssen die Zuschauer eine Mund-Nasen-Maske tragen, dies war beim TVB auch schon in der Warnstufe der Fall.

VfB Friedrichshafen: Trainieren in BW, Spielen in Bayern

Auch beim VfB Friedrichshafen aus der Volleyball-Bundesliga sind die Auswirkungen der Alarmstufe im Vergleich zur Warnstufe kaum zu spüren. Die Spieler, der Betreuerstab und die Mitarbeitenden auf der Geschäftsstelle sind durchgeimpft, eine verschärfte Einschränkung des Trainings- oder Spielbetriebs ist nicht zu erwarten.

Eine Besonderheit: Der VfB Friedrichshafen trägt aktuell seine Heimspiele in der ratiopharm Arena aus. Diese befindet sich in Neu-Ulm und damit in Bayern. Dort steht die "Krankenhausampel" seit dem 9. November auf Rot. Diese besagt, ebenso wie die Alarmstufe in Baden-Württemberg, dass im Zuschauerraum die 2G-Regel gilt. Mögliche weitere Corona-Regeln für den Besuch der Heimspiele werden vom Verein mit dem Gesundheitsamt und den Betreibern der Arena abgestimmt. Das nächste Spiel der Häfler in der Neu-Ulmer Arena findet am 1. Dezember statt - dann geht es in der Champions League gegen Knack Roeselare aus Belgien.

Academics Heidelberg reagiert auf Regelverstöße

Sorge vor Geisterspielen brauchen auch die Fans des Basketball-Bundesligisten Academics Heidelberg bisher noch nicht haben. Auch bei der Alarmstufe ist eine volle Hallenauslastung möglich. Auch hier gilt die 2G-Regel. Und doch berichtet Hannah Ugrai, PR-Beauftragte der Academics Heidelberg, von Regelverstößen: "Wir haben von Fans berichtet bekommen, dass die Maskenpflicht immer mal wieder sehr locker genommen wurde. Das mussten wir dann ab und an mit Durchsagen kommunizieren." In Heidelberg fühlt man sich mit der Umstellung auf 2G und die Maskenpflicht bestätigt. Die Academics haben einen kontinuierlichen Zuschauerzuwachs zu verzeichnen. Für das vergangene Heimspiel wurden knapp 2.700 Karten verkauft. Damit war die für rund 4.000 Zuschauer ausgelegte Halle sehr gut gefüllt.

Riesen Ludwigsburg: Viele Fans bevorzugen 2G

Bei den Riesen Ludwigsburg, einem weiteren Basketball-Bundesligisten aus Baden-Württemberg, gilt ebenfalls die 2G-Regel. Laut Anna Andre, Pressesprecherin der Ludwigsburger, hätten viele Fans 2G befürwortet, um sich sicherer zu fühlen. Auch die Riesen hatten vor der Saison noch mit 40 Prozent Hallen-Auslastung gerechnet, inzwischen weisen sie einen Zuschauerschnitt von knapp 60 Prozent auf und liegen damit ziemlich genau im Schnitt der gesamten Liga. Kritik an Ungeimpften äußerte Stefan Reil, der Vorsitzende der Riesen Ludwigsburg und Präsident der BBL in der "Süddeutschen Zeitung": "Der Druck auf Ungeimpfte muss erhöht werden, denn wir können nicht noch die nächsten Jahre in dieser Situation bleiben."

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