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Leistungsruderer Sebastian Wenzel (Bad Waldsee) leidet noch heute an den Spätfolgen seiner Covid-19-Erkrankung - obwohl sie bereits ein Jahr zurück liegt. Nach wie vor hat der 39-Jährige Angst, dass seine Lunge schlapp macht.

Sebastian Wenzel trainiert wieder regelmäßig. Der Bad Waldseer Ruderer hatte Corona - schon im Frühjahr vergangenen Jahres. Zunächst mit harmlosem Verlauf. Nach überstandener Krankheit wollte er wieder richtig loslegen, aber sein Körper bremst ihn aus - bis heute. "Anfangs war ich sehr schlapp," erinnert er sich im SWR-Interview. Sein Leistungsvermögen lag nur noch bei "gefühlt 50 Prozent". Zuhause trainierte er auf dem Ruder-Ergometer. Das Ergebnis war frustrierend. "Ich habe bei weitem nicht die Zeiten oder die Watt-Zahlen geschafft, die ich sonst immer schaffe. Die Pulswerte sind in die Höhe geschossen und auf dem Fahrrad hat mich mein kleiner Sohn abgezockt. Das war schon mal deprimierend."

Eklatanter Leistungseinbruch

Bis zu seiner Erkrankung ruderte der 39-jährige Koch in der Bundesliga. Er liebt den Wettkampf und kennt seinen Körper. Ein solch eklatanter Leistungseinbruch ist für ihn beunruhigend. "Man weiß als Sportler ja immer, dass die Leistung nach einer Grippe etwas absackt. Aber dass es so dermaßen viel ist, war mir nicht bewusst. Das hat mich schon niedergeschlagen."

Angst vor gravierenden Folgen

Bis heute lässt sich Wenzel immer wieder in der Uniklinik in Ulm durchchecken. Hier wird seine Lungenfunktion getestet. Es wird untersucht, wie Herz und Lunge unter starker Belastung arbeiten. Für den Leistungssportler sind dies wichtige Untersuchungen. "Ich habe Angst, dass mir in zwei oder drei Jahren die Lunge zusammenfällt. Oder dass das wirklich gravierende Folgen hat, die man jetzt vielleicht noch sehen oder beheben kann."

Lange ausgeknockt nach Virusinfekt

Aktuell läuft in Ulm eine Studie zu Long Covid oder dem Post-Covid-Syndrom, wie die Corona-Langzeitfolgen genannt werden. Andere Studien deuten bisher an, dass gut jeder zehnte Corona-Patient unter Spätfolgen leidet. Von denen, die einen schweren Verlauf hatten, sogar jeder Zweite. Aber die Forschung steht noch ziemlich am Anfang. Dr. Dominik Buckert leitet die Studie am Uniklinikum: "Wir können jetzt schon guten Gewissens sagen, dass man nach einer Post-Corona-Infektion sehr viel Zeit investieren muss, um wieder auf die Beine zu kommen. Das ist für viele Patienten etwas Neues, weil sie das nicht kennen, dass sie nach einem Virusinfekt so lange ausgeknockt sind."

Lunge bremst Leistung aus

Als Sebastian Wenzel seine Ergebnisse erhält, steht fest: Tatsächlich bremst die Lunge seine Leistung aus. Er muss beim Leistungstest auf dem Ergometer abbrechen, weil seine Lunge nicht mehr kann. "Das ist ein Befund, den man nicht erwartet", sagt Dominik Buckert, "denn die Lunge ist das System, was am meisten Reserven hat."

Sebastian Wenzel soll und will auf jeden Fall weitertrainieren und dabei gut auf seinen Körper hören. Dann kann er wahrscheinlich einen Großteil oder sogar seine ganze Kondition wieder zurückerlangen. Es wird aber noch eine Weile dauern.

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