Im Amateurfußball darf wiede der Ball rollen (Foto: imago images, Imago/Hanno Bode)

Corona-Lockerungen

Amateursport in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg: Der Ball rollt wieder

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Das Warten hat ein Ende. Trotz steigender Inzidenz-Zahlen und Corona-Mutanten gibt es Lockerungen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Das freut vor allem die Nachwuchssportler und -sportlerinnen. SWR Sport hat die wichtigsten Fakten zusammengestellt:

Welche Art von Sport profitiert von den Lockerungen?

Die neue Corona-Verordnung in Rheinland-Pfalz sieht vor allem Lockerungen im Outdoorsport vor. Amateur-Mannschaften im Fußball beispielsweise dürfen wieder auf den Platz, allerdings noch mit Einschränkungen. Auch andere Freiluft-Sportarten wie Leichtathletik dürfen wieder mit Trainingsgruppen stattfinden. Wettkämpfe sind allerdings noch nicht erlaubt. Es geht nur um kontaktfreies Training im Freien. In Baden-Württemberg ist auch Sport im Innenbereich teilweise wieder erlaubt.

Welche Altersklassen dürfen wieder ins Vereinstraining?

Besonders profitieren Kinder bis einschließlich 14 Jahre von den neuen Lockerungen. Sie dürfen jetzt wieder in Gruppen bis maximal 20 Personen trainieren. Für Ältere gilt, dass maximal zehn Personen und der Trainer wieder auf den Platz dürfen, sowohl auf öffentlichen als auch auf privaten Sportanlagen. Außerhalb eines Vereinstrainings ist Sport mit allen Personen des eigenen Hausstands und mit Personen eines weiteren Hausstands möglich. Maximal sind aber nur fünf Personen erlaubt. In Baden-Württemberg dürfen auch im Innenbereich maximal fünf Personen aus zwei Hausständen gemeinsam Sport treiben.

Welche Regeln sind zu beachten?

Für Kinder bis 14 Jahre ist der Sport auch wieder mit Kontakt möglich, also beispielsweise Fußball-Trainingsspiele. Ältere müssen den Mindestabstand von 1,5m einhalten. Da sind also nur Spielformen wie Schuss- oder Passtraining möglich, bei denen man sich nicht zu nahe kommt. Individualsportarten wie Leichtathletik oder Tennis sind dabei praktisch ohne Einschränkungen möglich. Umkleideräume bleiben in allen Fällen geschlossen.

Was passiert, wenn die Inzidenzzahlen wieder steigen?

Die oben beschriebenen Lockerungen gelten bei einer landesweiten 7-Tage-Inzidenz von unter 50. Liegt die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen darüber, müssen die betroffenen Städte oder Landkreise die Lockerungen zurücknehmen und neue Verordnungen erlassen. Dies gilt auch, wenn einzelne Städte - unabhängig von der landesweiten Inzidenz - über die Marke von 100 kommen. Dann sind solange Einschränkungen notwendig bis die Werte stabil (drei Tage) unter einer Inzidenz von 100 liegen.

Was ist mit Indoorsport und Fitness-Studios?

Indoor-Sportarten, wie etwa Hallen-Handball, sind von der aktuellen Corona-Verordnung noch nicht erfasst. Weitere Öffnungsschritte sind von der rheinland-pfälzischen Landesregierung noch nicht kommuniziert. Das betrifft auch die Öffnung von Fitness-Studios, Saunen oder Schwimmbädern. Die aktuelle Verordnung gilt bis zum 28. März. Möglicherweise bekommen danach auch diese Sportarten eine Öffnungs-Perspektive. Die Vorschläge vom Landessportbund und Deutschen Olympischen Sportbund hinsichtlich eines Stufenplans für den Sport im Innenbereich werden aktuell geprüft, haben im Moment in Rheinland-Pfalz aber keine Gültigkeit. In Baden-Württemberg sind Fitness-Studios unter den oben beschriebenen Vorgaben geöffnet, Schwimmbäder bleiben allerdings geschlossen.

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