Beschädigter Basketball-Korb nach Hochwasser-Katastrophe (Foto: Imago, Political Moments)

Hochwasser im Südwesten

Solidarität mit Hochwasser-Opfern im Sport

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Alleine in Rheinland-Pfalz sind durch die Hochwasser-Katastrophe über 130 Menschen gestorben und Hunderte verletzt worden. Hilfe kommt auch von Sportvereinen und Verbänden.

Schon früh Benefizspiel-Ankündigung von Mainz 05 und FCK

Der 1. FSV Mainz 05 war mit einer der ersten Vereine, der Hilfe für die Menschen in den Hochwasserregionen angekündigt hat. Schon am Tag nach der Katastrophen-Nacht brachten sich die Rheinhessen zusammen mit dem 1. FC Kaiserslautern ein und kündigten ein Benefizspiel für die Flut-Opfer an.

Mainz/Kaiserslautern

Hochwasser im Südwesten Mainz 05 und FCK mit Benefizspiel für Hochwasser-Opfer

Bundesligist 1. FSV Mainz 05 und Drittligist 1. FC Kaiserslautern werden in den kommenden Wochen ein Benefizspiel zugunsten der Hochwasser-Opfer in Rheinland-Pfalz bestreiten.  mehr...

Schon kurz danach zogen viele Bundesliga-Vereine nach - unter anderem mit Geld- oder Sachspenden oder angekündigten Benefizspielen - so will Borussia Mönchengladbach beispielsweise alle Einnahmen aus dem Vorbereitungsspiel gegen den FC Groningen am 31. Juli spenden - der FC Bayern München hat ein Benefizspiel gegen Schalke 04 und damit einhergehend mindestens eine Million Euro an Spenden angekündigt. Auch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben einen Hilfsfonds eingerichtet und rufen beispielsweise in der Dritten Liga mit dem Hashtag '#3LigaHilft' zum Spenden auf. Auch die UEFA hat Unterstützung angekündigt. Zum Liga-Start am vergangenen Wochenende lief die 3. Liga komplett in Trauerflor auf. Außerdem gab es vor den Partien Schweigeminuten.

Handballer*innen wollen spenden - und selbst mit anpacken

Auch der deutsche Handball plant koordinierte Hilfsaktionen. Die Handball-Bundesliga (HBL) hat dazu am Freitag Spenden, Spendenaufrufe sowie Benefizaktionen und -spiele angekündigt. Die Klubs der Bundesliga und der 2. Liga gehen diese Kampagne gemeinsam an. "Ziel aller Maßnahmen ist es, den betroffenen Menschen im Rahmen der Möglichkeiten, die der deutsche Profihandball hat, zusätzliche finanzielle und materielle Unterstützung zukommen zu lassen. Zudem sollen die Solidarinitiativen den betroffenen Menschen Mut machen", hieß es in der Meldung der HBL.

"Solidarität ist in dieser Krisenzeit für den deutschen Handball selbstverständlich."

Außerdem sei geplant, dass ganze Handballmannschaften in Eigenregie helfen und bei den Aufräumarbeiten selbst anpacken. Die Eulen Ludwigshafen haben ebenfalls bereits auf die Katastrophe reagiert - das erste Testspiel gegen die HSG Krefeld wurde zum Benefizspiel umfunktioniert. Das hat der Verein am Freitag auf der Social-Media-Plattform Instagram angekündigt.

Auch Sportvereine selbst benötigen Unterstützung

Neben der Unterstützung der Bevölkerung wird aber auch die Unterstützung der Sportvereine wichtig werden - einigen von ihnen wurde durch die Fluten die gesamte Existenz weggespült. Deshalb ruft der Landessportbund Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Deutschen Olympische Sportbund (DOSB) dazu auf, Vereine in der Krisenregion zu unterstützen. Der DOSB hat dafür bereits 100.000 Euro als Basishilfe bereitgestellt.

"Wir wollen in unserem Bundesland schnell und unbürokratisch Hilfe zur Selbsthilfe leisten.“

In Zusammenarbeit mit dem Landessportbund RLP und dem Sportbund Rheinland soll in den nächsten Wochen die Weiterleitung der Spenden an die betroffenen Vereine erfolgen. Bereits 2013 hatte der DOSB beim damaligen Hochwasser betroffene Vereine unterstützt. "Es sind jetzt alle im organisierten Sport in Deutschland gefordert, mit großer Geschlossenheit in den nächsten Monaten an der Wiederherstellung der sportlichen Infrastruktur und des Vereinslebens mitzuarbeiten", so der Chef des bayerischen Landessportbunds Jörg Ammon.

Lob für Unterstützung aus der Politik

Am meisten ist von der Katastrophe neben Rheinland-Pfalz auch Nordrhein-Westfalen betroffen. Lob für die Sportvereine und -verbände, die helfen, kommt daher unter anderem vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet: "Vereine wie der FC Bayern zeigen mit ihren großzügigen Spenden für die Opfer der Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz einmal mehr herausragendes
soziales Engagement. Sportler halten zusammen und lassen Menschen in Not nicht zurück. Ich bin sehr dankbar für diese große Hilfe, die die Menschen in den betroffenen Regionen jetzt so dringend brauchen", sagte Laschet.

Armin Laschet (M, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, geht mit Helfern durch eine Notunterkunft.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Oliver Berg)
Armin Laschet (M, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, geht mit Helfern durch eine Notunterkunft. picture alliance/dpa | Oliver Berg

"Sie sind mit ihrer Unterstützung Teil einer überwältigenden Bewegung der Solidarität, die die Betroffenen in diesen Tagen erfahren. Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland halten vorbildlich
zusammen", sagte der CDU-Politiker.

Alle Entwicklungen rund um die Hochwasser-Katastrophe können Sie auch jederzeit im SWR Aktuell-Liveblog dazu nachlesen.

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