Kind wehrt sich gegen Übergriff (Foto: Imago, imago stock&people; )

Sport | Hintergrund

Untersuchungen laufen: Verdacht auf sexualisierte Gewalt im Landessportverband Baden-Württemberg

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Im Landessportverband Baden-Württemberg gibt es einen Verdacht auf sexuelle Gewalt gegen Sportlerinnen. Um welche Sportart es sich handelt, wurde noch nicht veröffentlicht.

Es gilt die Unschuldsvermutung. Deshalb gibt der Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) noch keine Namen heraus und nennt auch nicht die Sportart, in der es zu sexualisierter Gewalt gekommen sein soll. Man hat aber aus Fehlern der Vergangenheit gelernt und will deshalb möglichst früh transparent mit den neuen Vorfällen umgehen.

"Müssen direkt reagieren"

"Für uns ist klar, dass wir direkt reagieren müssen, wenn ein derartiger Vorwurf an uns herangetragen wird. Es ist jetzt wichtig, die Vorwürfe genau zu beleuchten, die rechtlichen Grundlagen zu klären und zu reagieren. Der organisierte Sport in Baden-Württemberg hat sich in seiner Erklärung zur Kindeswohlgefährdung, sexualisierten Gewalt und Missbrauch im Sport dazu verpflichtet, Menschen einen sicheren und positiven Schutz-, Lern- und Förderraum zu bieten. Dieses Versprechen werden wir einhalten."

Unter Verdacht steht ein angestellter Trainer des Landessportverbands Baden-Württemberg (LSVBW) und weitere Personen aus dem Leistungssport, die nicht beim Verband angestellt sind. Nachdem die Vorwürfe über Vertrauenspersonen an den LSVBW herangetragen wurden, hat dieser jetzt ein mehrstufiges Prüfverfahren gestartet.

Ein Trainer des LSV und weitere Personen stehen unter Verdacht

Ein Team des LSV untersucht jetzt die Vorwürfe. Es werden Betroffene und Beschuldigte angehört, Psychologen eingeschaltet und rechtliche Schritte geprüft. Am Ende könnte eine Strafanzeige gegen die Beschuldigten stehen, die möglicherweise im Verlauf der Untersuchung freigestellt werden.

Noch stehen die Untersuchungen aber am Anfang. Erst Mitte letzter Woche wurden die Vorwürfe bekannt. Mehr Informationen gibt der LSVBW zum jetzigen Zeitpunkt nicht an die Öffentlichkeit, um Spekulationen zu vermeiden und alle Betroffenen zu schützen.

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