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Am 31. Oktober würde Fritz Walter seinen 100. Geburtstag feiern. 100 Jahre - 100 Tage je eine Geschichte über den großartigen Fußballer und Menschen. Mal kürzer, mal länger, aber immer spannend, interessant und manchmal überraschend.

Auch nach seinem Tod gerät Fritz Walter nicht in Vergessenheit, denn es gibt ein alljährliches Totengedenken an seinem Grab in Kaiserslautern. "Ich denke, das sind wir unserem Fritz Walter schuldig", erklärt Hans Walter von der Museumsinitiative des FCK. Nicht nur Stadt, DFB und Verein gedenken des vielleicht größten deutschen Fußballers - auch Fan-Klubs sind regelmäßig vertreten - und: die Roten Jäger. Fritz Walter war nämlich Mitglied der "Roten Jäger", einer Soldatenmannschaft im 2.Weltkrieg.

"An dem Grab, wo wir schon seit Jahren stehen, aufgrund eines Vermächtnisses, das ich dem Fritz  - der ein väterlicher Freund von mir war - versprochen habe: solange ein Roter Jäger noch aufrecht gehen kann, wird er auch hier an dieses Grab kommen", beschreibt Hugo Zöller von der Traditionsgemeinschaft Rote Jäger die enge Verbundenheit mit Walter.

In diesem Jahr wurde die Gedenkveranstaltung überschattet von der drohenden Insolvenz des FCK - der Bogen zu Fritz Walter ist da schnell geschlagen. "Beginn war eigentlich die Zeit, als man von einem der Werte Fritz Walters abgerückt ist. Nämlich von seiner Bescheidenheit, von seinem Augenmaß - und auch von einer gewissen Demut. Als man glaubte, man müsse mit den ganz Großen mithalten - und dann die Ziele überschätzt und überzogen hat - und den FCK auf diese Weise in diese bedrohliche Situation hineinmanövriert hat", ist Hans Walter überzeugt.

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