Corona-Alarmstufe droht: Was bedeutet das für den Sport in Baden-Württemberg? (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Uwe Anspach)

Sport in Corona-Zeiten

Corona-"Alarmstufe" gilt: Was bedeutet das für den Sport in Baden-Württemberg?

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Die Corona-Fallzahlen steigen rasant - auch in Baden-Württemberg. Deshalb gilt in Baden-Württemberg die "Alarmstufe". Wie wirkt sich das auf den Amateur- und Breitensport aus?

Die Landesregierung unterscheidet für den Breiten- und Amateursport zwischen zwei Bereichen: dem Trainings- und Übungsbetrieb und dem Wettkampfbetrieb. Dies gilt auch für Tanz- und Ballettschulen.

Trainings- und Übungsbetrieb

In geschlossenen Räumen haben nur noch Geimpfte und Genesene (2G) Zutritt. Ausgenommen davon sind Beschäftigte (haupt- und ehrenamtlich) wie beispielsweise Trainer oder Hausmeister. Für diese Personengruppe reicht die Vorlage eines negativen Antigen-Tests für jeden Präsenztag. Im Freien können Ungeimpfte durch Vorlage eines negativen PCR-Tests am Trainings- und Übungsbetrieb teilnehmen. Joggen bleibt bis auf weiteres ohne jede Einschränkung möglich, solange es nicht in großen Gruppen geschieht.

Wettkampfbetrieb

Bei Sportveranstaltungen gilt für die Zuschauer die 2G-Regel, egal ob in Innenräumen oder im Freien. Für Sportler gilt in geschlossenen Räumen ebenfalls die 2G-Regelung, im Freien reicht für Ungeimpfte die Vorlage eines negativen PCR-Tests.

Ausnahmen

Von den Corona-Regeln in allen drei Warnstufen sind folgende Personengruppen ausgenommen:

  • Symptomfreie Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden
  • Symptomfreie Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder noch nicht eingeschult sind
  • Ungeimpfte Jugendliche bis 17 Jahre, die nicht mehr zur Schule gehen. Hier reicht die Vorlage eines negativen Antigen-Tests.

Warum greift nun die "Alarmstufe"?

Die Landesregierung möchte mit dem Warnstufen-System verhindern, dass es zu einer Überlastung in den Krankenhäusern kommt. Die drei Stufen sind an zwei unterschiedliche Bedingungen geknüpft: die Zahl der Belegung von Intensivbetten und die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche coronabedingt in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Ist die Zahl der Intensivbetten-Belegung über 390 oder überschreitet die Hospitalisierungsinzidenz einen Wert von 12 an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen, wird die "Alarmstufe" ausgerufen. Die aktuelle Intensivbetten-Belegung (Dienstag, 16. November) liegt seit zwei Werktagen über einem Wert von 390. Damit tritt am Mittwoch (17.11.) die "Alarmstufe" in Kraft. Das gab Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstag bekannt.

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