Headis (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa)

Mehr Sport | Headis-WM FCK in der "Champions League"

René Wegner hat in einem Schwimmbad in Kaiserslautern die Sportart Headis erfunden – Kopfball-Tischtennis. Am Wochenende findet nun die WM in Kaiserslautern statt.

In Sachen Headis ist der 1. FC Kaiserslautern absolut führend. Als erster Fußball-Klub hat er eine eigene Abteilung für diese noch junge Sportart Kopfball-Tischtennis. "Hier ist der FCK nicht nur Bundesliga, sondern Champions League", sagt René Wegner. Er hat diesen Sport erfunden, quasi aus der Not heraus. Im Freibad Waschmühle in Kaiserslautern wollte er mit Freunden Fußball spielen, aber der Platz war schon belegt. Die Tischtennisplatten waren aber noch frei. Und da kam ihm der Gedanke, den Fußball einfach per Kopf über die Tischtennis-Platte zu spielen. Und schon war sie geboren, die Sportart "Headis".

Headis: Ein ernsthafter Sport

Schnell hat sich der Sport über die Stadtgrenzen von Kaiserslautern ausgebreitet. Inzwischen ist der Sport international vertreten. Bei der WM am Wochenende kommen Teilnehmer aus 12 Nationen in die Pfalz. Die weiteste Anreise haben Sportler aus Indien. Und die kommen nicht nur so zum Spaß nach Kaiserlautern geflogen. Der Sport wird schon mit gebührendem Ernst betrieben. Spaß und Ernsthaftigkeit schließen sich aber auch nicht aus. "Vor allem wird der Gegner geschätzt und nicht beschimpft wie in vielen anderen Sportarten. Man akzeptiert, dass der Bessere gewinnt und geht fair miteinander um", erklärt Wegner.

Kopfball-Spezialisten

Headis-Spieler sind naturgemäß exzellente Kopfball-Spieler und davon profitieren auch die Fußball-Profis. Kooperationen mit fast allen Bundesligisten von Bayern München und Borussia Dortmund bis Mainz 05 gibt es inzwischen, denn in einer offiziellen Studie wurde sogar nachgewiesen, dass Headis das Kopfballspiel der Profis verbessert.

Dem FCK könnten ein paar Kopfball-Tore in der kommenden Saison sicher auch nicht schaden. Die Spieler könnten von den Headis-Kollegen in Sachen Feingefühl und Präzision per Kopf sicher noch etwas lernen. Vielleicht schaut ja der eine oder andere Profi ja mal bei der Headis-WM vorbei.

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