Alexander Zorniger: Zaungast im Trainingslager des VfB Stuttgart in Marbella. (Foto: Imago, imago)

Fußball | Hintergrund Alexander Zorniger über "Drecks-Handys" und die Sehnsucht nach der Insel

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Fußball-Lehrer Alexander Zorniger war zu Gast im SWR Sport Fußball-Podcast "Steil!". Der 52-Jährige gab dabei spannende Einblicke, wie er den Profifußball erlebt und wo er sich in Zukunft gerne sehen würde.

"Ich glaube, es ist schon ein bestimmtes Klientel Mensch, das diesen Job auch annimmt."

Alexander Zorniger über den Trainerberuf

Seit fast genau einem Jahr ist Alexander Zorniger vereinslos. Im Februar 2019 war das Kapitel Bröndby Kopenhagen nach zweieinhalb Jahren für den Mutlanger Geschichte. Die Zeit davor beim VfB Stuttgart (01.07.2015 bis 24.11.2015) war nicht nur wesentlich kürzer, sondern für den Verein und auch für Zorniger von wenig Erfolg gekrönt.

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Alles, was er sich zuvor bei RB Leipzig an Renommee aufgebaut hatte, war quasi über Nacht in der Tonne. Er war nicht mehr der Fußballerfinder von Leipzig, er stand auf einmal wie ein Sturkopf mit schwäbischem Dialekt da. Mittlerweile hat er dazugelernt: "Ich bin immer in der Lage, etwas zu formen, wenn man mich lässt. In der Zwischenzeit bin ich in der Lage, dass man mich formt", sagt Zorniger in "Steil!" – der SWR Sport Fußball-Podcast.

Alexander Zorniger und seine Familie wohnen derzeit immer noch in Kopenhagen. Zuletzt hat er im Trainingslager des VfB Stuttgart in Marbella und auch beim SC Freiburg in Sotogrande vorbeigeschaut. Persönlicher Kontakt ist wichtig in einem Geschäft, in dem es immer mehr auf Persönlichkeit und die richtigen Kontakte ankommt. Mit der aktuellen Generation Fußballprofi hat er sich längst arrangiert: "Dieses Drecks-Handy, dieses Drecks-Social-Media", gehören in der heutigen Zeit dazu, so Zorniger.

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Keine Frage, der 52-Jährige wartet auf das passende Angebot eines Vereins. Anfragen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind zwar mal reingeflattert, doch da war eben das Richtige nicht dabei. Auch als arbeitsloser Fußball-Lehrer hat man so seine Präferenzen: "Es gibt eine Priorität, das ist die Insel", sagt Zorniger.

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Man darf gespannt sein, wo Alexander Zorniger wieder an der Seitenlinie auftauchen wird. Und wenn es nicht die Insel wird: Aktuell wäre in Berlin eine Stelle frei...

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