Andreas Buck (Foto: Imago, imago images / Werner Schmitt)

FUSSBALL | HINTERGRUND Andreas Buck spricht über seine Versagensängste als Profi

"Du musst einfach funktionieren, du musst abliefern. Und dann wird deine Arbeit von Millionen von Menschen bewertet", erinnert sich Andreas Buck an die Kehrseite seines Profilebens.

"Druck hast du permanent", erzählt Andreas Buck, der 268 Bundesligaspiele für den VfB Stuttgart und den 1. FC Kaiserslautern absolviert hat. "Wenn du in einer schlechten Phase bist und die ganzen Fans, die Menschenmassen siehst. Dann ist das keine positive Energie, die du spürst, sondern eher diese Versagensangst", so der Ex-Profi.

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Erst 14 Jahre nach seinem Karriereende traute sich der Mittelfeldspieler an die Öffentlichkeit. Mit SWR Sport sprach Buck im März 2018 zum ersten Mal über seine Leiden als Profifußballer.

Ist es zehn Jahre nach Enke schlimmer geworden?

Leistungsdruck und Depressionen sind klar zu trennen, doch das Dilemma ist das gleiche: Die heroisierten Spieler dürfen keine Schwäche zeigen. Robert Enke, der jahrelang unter Depressionen litt, ist das prominenteste Beispiel. Ohne jemals öffentlich über seine Krankheit gesprochen zu haben, nahm er sich mit 32 Jahren das Leben. Dass Leistungssportler offen mit ihren Ängsten und Depressionen umgehen, ist nach wie vor die Ausnahme.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
21:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Zum anstehenden zehnten Todestag Enkes äußert sich Andreas Buck exklusiv gegenüber SWR Sport: "Umdenken seit Robert Enke? Nein. Im Gegenteil. Soziale Medien als respektfreie Zone verschärfen das Ganze noch weiter.“

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