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Handball | Metzingen verliert EHF-Pokalfinale Traum in Pink ist ausgeträumt

Die Handballerinnen der TuS Metzingen haben den größten Triumph der Vereinsgeschichte verpasst. Die "TusSies" verloren das Rückspiel im EHF-Pokalfinale gegen Dunaujvaros KKA mit 21:29.


60 Minuten Pokal-Fight wollten die Metzingerinnen gegen das ungarische Spitzenteam zeigen. Das Hinspiel am Samstag hatten die Schwäbinnen noch mit 28:26 gewonnen, entsprechend selbstbewusst ging die Mannschaft von Trainer Csaba Konkoly in das Auswärtsspiel. Rückraumspielerin Tonje Loseth erzielte nach sechs Minuten den 5:5-Ausgleich. Bis dahin sah alles nach einem umkämpften Finale zweier ebenbürtiger Mannschaften aus.

Doch die TuS ließ in der Folge zu viele gute Chancen liegen und scheiterte immer wieder an DKKA-Torfrau Viktória Oguntoy. Die Ungarinnen spielten dagegen konzentriert weiter, nutzten die Abschlussschwäche der Gäste und gingen mit 12:8 in Führung.

Aggressive Deckung macht Metzingen Probleme

Gegen Ende der ersten Halbzeit agierten die Ungarinnen auch in der Verteidigung aggressiver und stellten den TuS-Angriff um Nationalspielerin Anna Loerper immer wieder vor große Probleme. Hinten bekamen die Metzingerinnen vor allem Krisztina Triscsuk nicht in den Griff, sie erzielte allein im ersten Durchgang neun Tore. Zur Pause lagen die Gäste 14:18 zurück.

TusSies erreichen keine Normalform

Die erhoffte Leistungssteigerung der "Pink-Ladies" blieb auch in der zweiten Halbzeit aus. Die Gäste liefen dem Vier-Tore-Rückstand weiter hinterher (17:21). Nachdem etwa die Hälfte des zweiten Durchgangs gespielt war, verletzte sich Loerper. Ohne ihre Schlüsselspielerin hatten die Schwäbinnen Dunaujvaros nichts mehr entgegenzusetzen und kassierten am Ende eine deutliche 21:29-Niederlage.

Der Bundesliga-Dritte muss damit weiter auf seinen ersten internationalen Titel warten. In die Handball-Geschichtsbücher hat sich Metzingen dennoch eingetragen: Die TuSsies sind nach dem ASK Vorwärts Frankfurt/Oder (1985, 1990) und dem SC Leipzig (1986, 1992) erst die dritte deutsche Frauen-Mannschaft, die das EHF-Cup-Finale erreicht hat. Für den früheren Champions-League-Sieger aus Dunaujvaros ist es der zweite Triumph im Wettbewerb nach dem Titelgewinn 1998.