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Der Spielbetrieb im baden-württembergischen Amateurfußball wird mit sofortiger Wirkung bis Ende November eingestellt. Damit werden schon an diesem Wochenende keine Partien mehr ausgetragen. Die Vereine sollen auch ab sofort auf das Training verzichten.

Diese Regelung haben der Württembergische, der Südbadische und der Badische Fußballverband beschlossen. Sie betrifft den Spielbetrieb von der Oberliga abwärts und gilt auch für Pokal- und Freundschaftsspiele. Ob die Regionalliga Südwest ebenfalls betroffen sein wird, soll zeitnah bekannt gegeben werden. An diesem Wochenende kann dort jedenfalls noch gespielt werden.

"Der Schritt, den Spielbetrieb wieder und vor allem sofort auszusetzen, ist uns allen schwergefallen", sagte der Präsident des Badischen Fußballverbandes (bfv), Ronny Zimmermann, in einer Mitteilung vom Donnerstag. "Wenn ein Ministerpräsident sagt: 'Jeder Tag zählt', haben wir aber keine Alternative." Als alternativlos sieht auch sein württembergischer Kollege Matthias Schöck die Beschlüsse. "Mit Blick auf die Zahlen und die Entwicklung in den letzten Tagen haben wir diese Entscheidung gemeinsam getroffen", drückt der Präsidenten des Württembergischen Fußballverbandes (wfv) sein Bedauern aus.  

Sofortiger Trainingsstopp

Laut Ronny Zimmermann sei es gelungen, die "Verantwortung für den Amateurfußball und die Gesellschaft gemeinsam und einheitlich wahrzunehmen." Offen sei, ob der Spielbetrieb in diesem Jahr wieder aufgenommen werden könne. Auch sei derzeit nicht absehbar, ob die Saison 2020/2021 ordnungsgemäß beendet werden könne.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten am Mittwoch unter anderem vereinbart, dass wegen der Coronavirus-Pandemie im November der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports von Montag an eingestellt werden soll. Die baden-württembergischen Verbände forderten die Vereine dazu auf, auch auf das Training "mit sofortiger Wirkung" zu verzichten, selbst wenn die Sportstätten noch geöffnet sein sollten.

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Die Risiken abseits des Rasens

Laut Studien sei die Infektionsgefahr bei einem Fußballspiel im Freien sehr gering. Die Risiken können laut Matthias Schöck jedoch unter anderem "in der Kabine, in Fahrgemeinschaften zum Spiel und im Zuschauerbereich“ liegen. Ein weiterer Grund dafür, den Spielbetrieb unmittelbar einzustellen. Auch in Anbetracht der vielen hundert Spiele, die allein in Baden-Württemberg am kommenden Wochenende im Amateurbereich stattgefunden hätten.

Matthias Schöck: "Es gilt, diese Entscheidung zu akzeptieren"

Schöck zeigt im Gespräch mit SWR Sport Verständnis für die vielen verschiedenen subjektiven Perspektiven in der Gesellschaft, die auf unterschiedlichste Weise von der Pandemie betroffen ist. Er ruft aber dazu auf, "die Entscheidung zu akzeptieren und umzusetzen, so schwer es fällt."

Gerade der Sport bewege sich "in einem Dilemma". Auf der einen Seite steht die Gesundheit, auf der anderen Seite wird der Amateursport untersagt, der im großen Maße zum körperlichen Wohlbefinden beitragen kann. Doch die Präsidenten der Fußballverbände vertrauen ganz auf die Entscheidungen und Beweggründe der Politik. Wie überall bleibt auch hier nur zu hoffen, dass "die Zahlen bald nach unten gehen".

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