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Die Bundesländer haben sich rechtzeitig zum Start der Fußball-Bundesliga auf einheitliche Regeln zur Fan-Rückkehr geeinigt. Die Grenze liegt oberhalb einer Zahl von 1.000 Zuschauern bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität - die Regeln gelten außerdem für Handball- oder Basketballspiele.

Die Zeit der Geisterspiele ist in allen Stadien der Fußball-Bundesliga vorbei. Die Bundesländer einigten sich am Dienstag auf eine sechswöchige Testphase mit stark reduzierter Zuschauer-Kapazität. Bundesweit einheitlich dürfen bei Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern nun 20 Prozent der Plätze im Stadion oder der Halle besetzt werden. Denn die Regeln gelten nicht nur für Fußball, sondern etwa auch für Handball- oder Basketballspiele. Es werden allerdings keine Zuschauer zu Veranstaltungen zugelassen, wenn die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner am Austragungsort größer oder gleich 35 und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar ist.

Keine Tickets für Gästefans

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie wird es wichtige Einschränkungen geben. So sollen unter anderem keine Tickets für Fans der jeweiligen Gastmannschaften ausgegeben werden. Die Tickets werden nur personalisiert verkauft, damit eine Nachverfolgung von Infektionsketten gewährleistet wird. Vorzugsweise soll es darum vollständig digitale Lösungen im Rahmen des Ticketings geben.

Entsprechend den jeweils geltenden Landesregeln muss ein Abstandsgebot von 1,5 Metern eingehalten werden. Dies werde "insbesondere durch eine Reduktion der maximalen Zuschauerauslastung, eine Entzerrung der Besucherströme durch eine Segmentierung bei Ein- und Auslass, ein Verbot des Ausschanks und Konsums von alkoholhaltigen Getränken sowie ein Zutrittsverbot für erkennbar alkoholisierte Personen" erreicht, heißt es in dem der dpa vorliegenden Beschluss.

Grünen-Spitzenpolitiker Kretschmann und DFB-Präsident Keller begrüßen einheitliche Fan-Rückkehr

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich erfreut über die bundesweite Teilzulassung von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga und den anderen Profiligen geäußert. "Ich begrüße es sehr, dass wir uns jetzt auf ein bundesweit einheitliches Vorgehen mit klaren und transparenten Regeln verständigt haben. Dafür habe ich mich stark gemacht", sagte Kretschmann am Dienstag.

Das von den Chefs der Staatskanzleien der Bundesländer beschlossene Konzept mit einer vorerst maximalen Auslastung von 20 Prozent der jeweiligen Stadion- oder Hallenkapazität stelle "einen sehr guten Kompromiss zwischen einem bestmöglichem Infektionsschutz und den berechtigten Interessen der Vereine und sportbegeisterten Menschen in unserem Land dar", betonte der 72-Jährige.

Auch DFB-Präsident Fritz Keller hat die flächendeckende Fan-Rückkehr in die Fußballstadien begrüßt. "Ich finde das großartig und bin sehr glücklich, weil das die Arbeit der letzten Wochen widerspiegelt, die wir reingesteckt haben", sagte Keller am Dienstag. "Wir sind sehr dankbar. Dass sich alle Bundesländer geeinigt haben, ist ein gutes Zeichen. Mit 20 Prozent kann man anfangen."

Ende Oktober wird über einen Dauerbetrieb entschieden

Die jeweils zuständigen Sportverbände sollen den Testbetrieb wissenschaftlich begleiten. Dabei solle besonders auf die Problematiken der Aerosole, Verkehrslenkung, des Ticketing, Einlass und Verlassen des Stadions und die Unterschiede zwischen Hallen- und Freiluftsport eingegangen werden. Spätestens Ende Oktober soll nach dem Beschluss über die Erkenntnisse aus dem Probebetrieb und über die Überführung in einen Dauerbetrieb entschieden werden.

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