Daniel Bernhardt mit seinem Sohn Raffael. (Foto: SWR)

Fußball | Gesichter der Liga VfR-Aalen-Keeper Daniel Bernhardt - Torhüter und Familienmensch

Daniel Bernhardt ist ein Urgestein im Tor beim VfR Aalen und das schon seit zehn Jahren. Er ist auf der Ostalb nicht mehr wegzudenken. Und das soll auch in Zukunft so bleiben.

Als Daniel Bernhardt im Jahr 2009 zum VfR Aalen auf die Ostalb wechselt, ist der Verein gerade in die Regionalliga abgestiegen. Er hat viele Hochs aber auch einige Tiefs miterlebt - die prägendsten Zeiten bleiben für den 33-Jährigen aber die Aufstiege. "Wir sind 2010 aufgestiegen, das war natürlich ein riesen Erlebnis. Das Highlight war aber der Aufstieg im Jahr 2012."

Seit vier Jahren spielt das Team von der Ostalb nun wieder in der dritten Liga, mit Daniel Bernhardt als Stammtorwart. Er ist fester Bestandteil des Teams, wird in viele Entscheidungen mit eingebunden. Er fühlt sich wohl in Aalen und hat sich hier ein Leben auf dem Land mit seiner Frau und seinen beiden Kindern aufgebaut. "Ich kenne meine Frau schon sehr lange, sie hat alles mitgemacht. Auch den Weg von Karlsruhe hier her und fühlt sich hier auch sehr heimisch. Ich bin ein Familienmensch und würde für meine Familie alles machen. Sie gibt einem Rückhalt, auch in schwierigen Situationen."

Ein Stadtmensch sei er nie gewesen, Bernhardt hat auch damals schon in seiner Geburtsstadt Karlsruhe auf dem Land gewohnt. In Aalen fühlen sich die Bernhardts heimisch und haben auch nicht mehr vor von dort wegzuziehen, auch nach seinem Karriereende nicht. "Der Traum wäre natürlich, dass ich vom Verein hier miteingebunden werde, in der sportlichen Leitung oder so. Das würde mir schon sehr viel Spaß machen."

Sollte das nicht klappen hat Daniel Bernhardt auch einen Plan B. Neben seiner Karriere als Fußballprofi hat er im Fernstudium eine Ausbildung als Immobilienmakler gemacht. "Aber die Ideen reifen dann, wenn es soweit ist."

Jetzt steht allerdings erst mal das Spiel gegen die Würzburger Kickers an diesem Samstag auf dem Zettel. "Die Situation ist nicht einfach, aber wir glauben alle fest daran, dass wir den Klassenerhalt packen." Und fügt hinzu. "Ich habe noch einen Vertrag bis 2021 und gehe auch davon aus, dass ich den erfülle. Das wäre auch die letzte Station - ich will hier meine Karriere beenden."

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