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Weiterer Rückschlag für den VfB Vereinsbeirat auf der Suche nach Alternativkandidaten zu den zerstrittenen Claus Vogt und Thomas Hitzlsperger. Mit dem ehemaligen Chef der Südwestbank, Wolfgang Kuhn, hat einer der Wunschkandidaten abgesagt. Kuhn, bestens vernetzt im VfB, wie in der Wirtschaft, bezieht im SWR-Interview allerdings klar Stellung.

Beim VfB Stuttgart bleibt die Suche nach geeigneten Kandidaten für das Präsidentenamt schwierig. Aktuell stehen mit Amtsinhaber Claus Vogt, dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger sowie dem Unternehmer Volker Zeh drei Willige auf der Liste.

Wer es am Ende aber tatsächlich in die engere Wahl schafft, ist noch fraglich. Das letzte Wort hat der Vereinsbeirat, er soll in den nächsten Tagen möglichst zwei unbeschädigte Kandidaten ins Rennen schicken. Vieles spricht im Moment dafür, dass die beiden Streithähne Hitzlsperger und Vogt nicht nominiert werden. Was fehlt, ist ein Konkurrent für Volker Zeh.

Vereinsbeirat sucht fast schon verzweifelt nach einem passenden Kandidaten

Fast schon verzweifelt sucht der Verein für Bewegungsspiele nach einem passenden Kandidaten, sogar ein Headhunter, so etwas wie ein Kopfgeldjäger für Führungskräfte, wurde engagiert. Einer der angefragt worden ist, ist Dr. Wolfgang Kuhn. 64 Jahre alt und zuletzt elf Jahre Vorstandsvorsitzender der Südwestbank in Stuttgart.

Er positioniert sich im Interview mit SWR Sport klar, was die Kandidaturen von Thomas Hitzlsperger und Claus Vogt angeht: "Weder Hitzlsperger noch Vogt sollten aufgestellt werden. Beide haben sich diskreditiert. Hitzlsperger hat mit seinem Brief ein schweres Foul begangen, aber ein Foul wird mit Gelb oder Rot bestraft und danach darf man wieder spielen".

Auch zu Claus Vogt hat Kuhn eine klare Meinung: "Der Präsident hat mit der Absage der Mitgliederversammlung klar gezeigt, dass er kein Teamplayer ist. Es gibt einen gemeinsamen Präsidiumsbeschluss und den kann man nicht in zerstörerischer Art einseitig verändern." 

Kuhn sagt erneut ab

Schon 2013 wurde Wolfgang Kuhn als Nachfolger von Gerd Mäuser gehandelt, doch wie schon vor neun Jahren kommt eine Kandidatur auch diesmal für ihn nicht in Frage. "Ich habe auf den Familienrat gehört. Meine Frau hat gedroht, sie würde nach Teneriffa auswandern, meine Söhne waren dagegen, ich habe einige Ehrenämter angenommen und auch keine Zeit mehr", so Kuhn.

Den VfB Stuttgart wieder ins rechte Licht zu rücken, hält Kuhn im Moment für die "Quadratur des Kreises". Eine starke Persönlichkeit müsse her. Wer es im Endeffekt wird, ist und bleibt beim VfB aktuell die Frage aller Fragen. Wolfgang Kuhn zumindest hat bereits zum zweiten Mal abgesagt.

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