Wolfgang Dietrich (Foto: Imago, Imago Images / Michael Weber)

Fußball | Bundesliga

Ex-Präsident Dietrich kritisiert Hitzlsperger für VfB-Machtkampf

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Wolfgang Dietrich, der frühere Präsident des VfB Stuttgart, hat den aktuellen Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger für sein Streben nach noch mehr Macht im Klub kritisiert.

Für Dietrich ist Hitzlspergers Kandidatur ein "No-Go"

"Dass er beide Ämter vereinen möchte, verstehe ich nicht. Und das ist nach meiner Überzeugung auch nicht machbar. Für mich ist das ein No-Go", sagte der 72-jährige Dietrich, der im Sommer 2019 als VfB-Präsident zurückgetreten war, der "Bild"-Zeitung.

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Dietrich: "Plan widerspricht den Versprechungen"

"Der Plan widerspricht den an die Mitglieder im Zuge der Ausgliederung gegebenen Versprechungen", so Dietrich weiter. Um den amtierenden Präsidenten Claus Vogt loszuwerden, hatte sich Hitzlsperger ebenfalls um das Präsidentenamt beim schwäbischen Bundesligisten beworben.

Anwalt Christoph Schickhardt sieht in der Bewerbung von Hitzlsperger kein rechtliches Problem. "Thomas Hitzlsperger kann selbstverständlich sowohl Präsident des Vereins als auch Vorstandsvorsitzender der AG sein", sagte Schickhardt der "Ludwigsburger Kreiszeitung". "Der e.V. ist Mitinhaber des Mehrheitsaktionärs der Fußball-AG und kann selbstverständlich als Inhaber des Unternehmens bestimmen, wer bei seiner Tochtergesellschaft die Geschäfte führt."

Zuletzt waren Fragen aufgekommen, ob der Ex-Nationalspieler alle in der Satzung vorgeschriebenen Bedingungen für das Amt erfüllt. Der Vereinsbeirat hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, die Bewerbung des Vorstandschefs rechtlich zu prüfen.

Hitzlsperger will Vogt aus dem Amt drängen

Mit einem Sieg auf der Mitgliederversammlung im März will der 38-jährige Hitzlsperger Vogt aus dem Klub drängen. Zuvor hatte der Ex-Profi den Unternehmer mit einem offenen Brief scharf angegriffen. Einen Tag später wehrte sich Vogt mit einem ebenfalls vierseitigen Schreiben.

"Hitz ist offensichtlich schlicht und einfach der Kragen geplatzt. Aber ich weiß nicht, ob es einem Vorstandsvorsitzenden zusteht, dass er die Arbeit des Präsidenten und des Aufsichtsratsvorsitzenden bewertet", sagte Dietrich.

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