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Gerade da und schon wieder weg. Florian Müller erlebt zur Zeit die wohl turbulentesten Wochen in seiner Karriere. Denn nach dem Wechsel zum VfB Stuttgart blickt der 23-Jährige bereits auf das nächste Highlight in seiner Karriere.

Mit verschränkten Armen vor der Brust lehnt sich Florian Müller auf den Tisch im Presseraum des VfB Stuttgart. Es ist ihm sichtlich anzumerken: Bei seiner ersten Pressekonferenz als Spieler des VfB Stuttgart ist der Neuzugang fokussiert.

"Geht es los?", will er wissen. Dann streckt er den Rücken durch und lehnt sich wieder nach vorne auf den Tisch. Florian Müller ist klar in seinen Antworten. Die eine oder andere Frage der Journalisten und Journalistinnen entlockt ihm zwar ein Lächeln, doch meistens sind seine Antworten kurz und prägnant.

Mit dem VfB Stuttgart will Müller "die nächste Stufe gehen"

Auch die Entscheidung für den Wechsel zum VfB Stuttgart kommentiert der 23-Jährige sachlich: "Für mich ist das ein guter und logischer Schritt, jetzt einfach auf die nächste Stufe zu gehen".

Müller war dem VfB Stuttgart fünf Millionen Euro wert

Fünf Millionen Euro überwies der VfB Stuttgart für den körperlich robusten Schlussmann an Mainz 05. In der letzten Saison war Müller von dort an den SC Freiburg ausgeliehen und überzeugte bei den Breisgauern mit starken Leistungen.

Dass der Neuzugang den VfB Stuttgart als "nächste Stufe" bezeichnet, ist ein Ausrufezeichen für die erfolgreiche Arbeit der Verantwortlichen beim VfB. Trotz des Aufstrebens der Schwaben ist das Saisonziel für die kommende Saison jedoch klar: "Das oberste Ziel ist, den Klassenerhalt zu schaffen", so Müller.

Müller fehlt dem VfB Stuttgart in der Vorbereitung

Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es eine erfolgreiche Vorbereitung. Doch genau diese verpasst Florian Müller nahezu komplett. Der Torwart gehört zum Aufgebot von U21-Bundestrainer Stefan Kuntz und wird ab Dienstag mit der Nationalmannschaft zu den Olympischen Spielen nach Tokio reisen.

"Für den VfB Stuttgart ist die Nominierung einer unserer Spieler eine Ehre".

Dadurch verpasst Müller mindestens drei Wochen der Vorbereitung. Zwar wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit als Nummer eins bei dem Turnier in Tokio auflaufen, dennoch könnte sein Fehlen ein Vorteil für Fabian Bredlow werden, der mit Müller beim VfB Stuttgart um den Platz im Tor konkurriert.

Sven Mislintat bezeichnet die Nominierung eines Spielers für Olympia als "eine Ehre für den VfB Stuttgart". Auch Müller ordnet die Teilnahme hoch ein und sieht in dem Turnier "eine Möglichkeit, die man nur einmal im Leben bekommt".

Auch in Freiburg kurz vor Saisonstart zurückgekommen

Trotz der langen Abwesenheit dürfte Müller von der Erfahrung mit der Nationalmannschaft profitieren und aus dem Turnier gestärkt zum VfB zurückkommen. Er selbst sieht die verkürzte Vorbereitungszeit mit den neuen Mannschaftskameraden nicht als Nachteil, denn auch im vergangenen Jahr habe er sich nach dem kurzfristigen Wechsel zum SC Freiburg in kürzester Zeit angepasst.

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Auch in den ersten beiden Vorbereitungsspielen beim VfB, in denen Müller kein Gegentor kassierte, wirkte der Schlussmann auf Anhieb in das Spiel der Schwaben integriert. Auch VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo lobte den Neuzugang in höchsten Tönen.

Die Teilnahme an den Olympischen Spielen dürfte also keine all zu große Hürde für eine erfolgreiche Zusammenarbeit werden - davon sind der VfB Stuttgart und Florian Müller überzeugt.

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