VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo und Neuzugang Dan-Axel Zagadou (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

"Komplett anderes Gesicht zeigen"

VfB-Coach Matarazzo vor Schlüsselspiel in Wolfsburg: "Zagadou schon sehr weit"

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REDAKTEUR/IN
Johann Schicklinski

Der VfB Stuttgart ist nach sieben Bundesliga-Spieltagen immer noch sieglos. Nun tritt das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo beim ebenfalls schwach gestarteten VfL Wolfsburg an.

Der VfB Stuttgart hat den Start in die neue Saison in den Sand gesetzt. Trotz teilweise respektabler Leistungen sind die Schwaben in der Bundesliga noch sieglos. Mit fünf Punkten aus sieben Spielen liegt der VfB auf dem Relegationsplatz. Außer den Schwaben wartet nur Schlusslicht VfL Bochum noch auf einen Dreier.

Pellegrino Matarazzo will nichts schönreden

Matarazzo will die bisherige Ausbeute nicht schönreden, obwohl der VfB zum Start gegen fünf aktuelle Europapokal-Teilnehmer antreten musste. "Klar haben wir auch gegen andere Kaliber gespielt, aber ich will das nicht relativieren", sagte er.

Zwar hätte seine Mannschaft den einen oder anderen Punkt mehr verdient gehabt. Die fünf Zähler, die Stuttgart bislang sammeln konnte, seien aber "Fakt", so Matarazzo.

"Guter Eindruck im Training"

"Man muss zwischen den Leistungen und den Ergebnissen unterscheiden", sagte Trainer Pellegrino Matarazzo vor dem Gastspiel beim VfL Wolfsburg (Samstag, 15:30 Uhr) rückblickend und forderte von seiner Mannschaft ein "komplett anderes Gesicht" als zuletzt bei der 1:3-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt: "Die Jungs haben im Training einen guten Eindruck gemacht. Jetzt ist es wichtig, das auf dem Platz umzusetzen."

Die Wölfe sind selbst schwach gestartet und liegen noch hinter Stuttgart auf Rang 17. Ein echtes Schlüsselspiel also, in dem Matarazzo von Beginn an Fokussierung und Konzentration von seinen Spielern fordert. "Wir haben viele Gespräche geführt. Die Jungs machen einen guten energetischen Eindruck", sagte er. "Wir werden uns auf die Phasen im Spiel fokussieren, in denen wir gut und effektiv sind und in denen wir Sicherheit gewinnen können." Hintergrund ist, dass der VfB in dieser Saison bereits mehrfach sehr früh in Rückstand geraten war.

Pellegrino Matarazzo lobt Neuzugang Dan-Axel Zagadou

Hoffnungsträger für das Spiel in Wolfsburg: Der kürzlich unter Vertrag genommene ablösefreie Neuzugang Dan-Axel Zagadou. Der Innenverteidiger, zuletzt ohne Verein, scheint laut Coach Matarazzo schon weit zu sein. "Er strahlt eine Ruhe in seinen Aktionen aus, kann Spielsituationen gut lesen und hat eine sehr gute Vorwärtsverteidigung und einen sehr guten linken Fuß. Die Passquote im Training ist hervorragend", so der VfB-Trainer über den Abwehrspieler.

"Zagadou zieht die Jungs in eine gute Richtung"

Zagadou, der jahrelang bei Borussia Dortmund unter Vertrag stand und auch über reichlich internationale Erfahrung verfügt, sei ein Spieler, der vorangeht, so der US-Amerikaner weiter. "Mir gefällt auch seine Persönlichkeit sehr gut, die er ins Team einbringt. Daxo nimmt die Teamkollegen mit und zieht die Jungs in eine gute Richtung", sagte Matarazzo. "Er will jedes Spiel gewinnen - auch in jedem Training."

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Ob der Neue bereits ein Kandidat für die Startelf ist? Hier wollte sich der 44-Jährige nicht in die Karten blicken lassen: "Er hat lange nicht gespielt. Ein Platz im Kader wäre schon ein großer Schritt für ihn."

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Borna Sosa fraglich, Josha Vagnoman fällt aus

Dann verriet Matarazzo aber doch, dass Zagadou für Borna Sosa beginnen könne. Der Flügelspieler droht nämlich auszufallen. Der Linksverteidiger kehrte mit erhöhter Temperatur von seiner Reise zur kroatischen Nationalmannschaft zurück. "Wir müssen schauen, ob er rechtzeitig wieder ins Training einsteigen kann", so Matarazzo.

Sicher fehlen wird Josha Vagnoman. Zwar konnte er erste Übungen schon wieder absolvieren. Nachdem beim 21-Jährigen aber ein Knochenödem im Mittelfuß festgestellt worden war, müsse er nun behutsam herangeführt werden, sagte Matarazzo.

Der Rückhalt ist da

Über mangelnde Rückendeckung muss sich Matarazzo nicht sorgen. Er und Sportdirektor Sven Mislintat wurden von den Fans beim Wasen-Besuch am Mittwoch mit Sprechchören gefeiert. "Das freut mich, obwohl ich das nicht wirklich wahrgenommen habe", sagte Matarazzo. "Ich würde mich aber auch freuen, wenn die Jungs weiter unterstützt werden. Das würde ihnen Sicherheit geben." 

Sollte es mit dem angepeilten Sieg beim VfL klappen, sei der nächste Besuch auf dem Volksfest nicht ausgeschlossen, verriet Matarazzo. "Es können gerne weitere Nächte folgen. Dann aber mit mehr Gelassenheit."

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